Kriege im Irak und in Afghanistan schwächen Streitkräfte

6. März 2007, 19:00
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Nur unzureichende Reaktion auf andere Krisen möglich

Washington - Das militärische Engagement der USA im Irak und in Afghanistan beeinträchtigt zunehmend die Fähigkeit der US-Streitkräfte, angemessen auf andere potenzielle Konflikte in der Welt zu reagieren. Das geht aus einem Bericht von Generalstabschef Peter Pace an den Kongress in Washington hervor. Der Bericht ist geheim, doch ranghohe Verteidigungsexperten bestätigten am Montag dessen Kernaussage.

Demnach stuft General Pace das Risiko, dass die US-Streitkräfte wegen der Belastungen durch die Kriege im Irak und in Afghanistan auf andere Krisen nur unzureichend reagieren könnten, als erheblich ein. Ein Jahr zuvor war das Risiko noch als mäßig eingeschätzt worden. Das Pentagon wolle zwar die militärischen Kapazitäten verbessern, es könne aber einige Jahre dauern, bis das von Pace beschriebene Risiko auf ein akzeptables Maß verringert sei, heißt es in einem Begleitbericht des Verteidigungsministeriums zur Analyse des Generalstabschefs.

Der Bericht von Pace war bereits zu Jahresbeginn Verteidigungsminister Robert Gates vorgelegt worden und berücksichtigt damit noch nicht die Entscheidung von Präsident George W. Bush, die Truppen im Irak in den nächsten Monaten um 21.500 Mann zu verstärken, um die Gewalt in dem Land einzudämmen. (APA/AP)

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