Zellhofer ärgerte sich "grün und blau"

2. März 2007, 13:17
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Die Enttäuschung beim Austria-Coach war am Tag nach dem bitteren Remis in Tirol groß - "Konzentrationsfehler wurden bestraft"

Wien - Knapp 24 Stunden nach den verschenkten Punkten zum Frühjahrsauftakt gegen Wacker Tirol war die Enttäuschung bei Austria-Trainer Georg Zellhofer noch immer groß. "Ich habe mich grün und blau geärgert", gestand der Coach des Tabellen-Letzten, der in Innsbruck eine 2:0-Führung durch zwei Gegentore aus Standardsituationen aus der Hand gegeben hatte, am Montag.

Zwei sicher geglaubte Zähler, die dem Titelverteidiger im Kampf um den Klassenerhalt fehlen könnten, ließen die Wiener auf dem Innsbrucker Tivoli liegen. "In unserer Situation wird man für jeden Konzentrationsfehler sofort bestraft. Und eine Standardsituation ist immer Konzentrations-Sache", analysierte Zellhofer die zwei Kopfball-Tore von Wacker-Mittelfeldspieler Hattenberger innerhalb von drei Minuten (78., 81.).

Der Nachfolger von Meistermacher Frenkie Schinkels weiß nach dem 10. Unentschieden der Violetten in der laufenden Saison: "Solche Spiele, in denen wir geführt und dann doch nicht gewonnen haben, hat es schon einige gegeben. Schön langsam dürfen uns solche Fehler einfach nicht mehr passieren, denn sie machen unsere gesamte Arbeit zunichte." Die viel zitierte Angst vor dem Gewinnen könne er bei Profis einfach nicht akzeptieren. Zellhofer vermisst bei einigen Akteuren noch immer "die letzte Konzentration". Es gehe schließlich um die Existenz des Vereins.

"Wir haben in der entscheidenden Phase die Orientierung und vor allem die Zweikämpfe verloren, was mich überhaupt am meisten ärgert", betonte der Oberösterreicher. "Dabei war die erste Hälfte für ein Auswärtsspiel sehr gut und haben wir nach der Pause zum günstigsten Zeitpunkt das 2:0 geschossen." Daher will Zellhofer mit seiner Truppe auch das "Positive" mit in die Vorbereitung auf das große Wiener Derby gegen Rapid am Sonntag (15:30 Uhr) im Horr-Stadion mitnehmen. "Derby hin, Derby her. Zur Zeit gibt es für uns sowieso nur wichtige Partien. Wir müssen so schnell wie möglich wieder unsere Köpfe frei bekommen." (APA)

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    Georg Zellhofer vermisst bei einigen Akteuren noch immer die letzte Konsequenz.

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