Menschen in Industrienationen zwischen Anorexie und Fettleibigkeit

25. Juli 2007, 14:34
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Esstörungen häufen sich: Expertinnen und Experten sind sich einig, dass Essverhalten von Müttern an Kinder weitergeben wird

Wien - Die Bevölkerung der Industrieländer wird immer dicker, gleichzeitig nehmen durch Diätwahn ausgelöste Erkrankungen stark zu: Bis zu zwei Prozent der Frauen zwischen 15 und 35 Jahren in Europa und Nordamerika leiden an Anorexie (Magersucht), bis zu 15 Prozent an Vorstadien von Essstörungen.

Auf neun Frauen kommt ein Mann

Nicht nur Frauen sind betroffen: Immer häufiger sind Fachärzte mit der Binge-Eating-Disorder (BED - Fresssucht) konfrontiert. Während bei Anorexie und Bulimie auf neun betroffene Frauen ein Mann kommt, liegt dieses Verhältnis bei der BED bei 1,5 zu 1.

Sorge bereitet Expertinnen und Experten auch, dass problematisches Essverhalten häufig von Müttern an ihre Kinder weitergegeben werde. Ein Extrem sei hier sicher der zuletzt unter Prominenten zu beobachtende Trend, in der 36. Schwangerschaftswoche einen selektiven Kaiserschnitt einzuleiten, um weniger zuzunehmen und rascher wieder schlank zu werden. (APA)

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