Broukal will Ärzte-Arbeitszeit in Diskussion einbeziehen

8. März 2007, 11:15
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BZÖ sieht nach Abschluss der elektronischen Voranmeldung eigene Vorschläge für "Modell Unischeck" bestätigt

Wien - SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal möchte bei der Diskussion um die Mediziner-Quote an österreichischen Unis die Ärzte-Arbeitszeit mit in die Diskussion einbeziehen. Wenn über Ärztebedarf gesprochen werde, müsste berücksichtig werden, dass 36 Prozent der Spitalsärzte über 60 Stunden in der Woche, 52 Prozent bis zu 72 Wochenstunden und 14 Prozent sogar bis zu über 99 Stunden in der Woche arbeiten. Dies sei schon jetzt für alle Beteiligten untragbar, so der Mandatar in einer Aussendung am Montag.

Weniger Stunden statt Taxi fahren

Für Broukal ist es unverständlich, warum etwa Teile der Ärztekammer von einer Ärzteschwemme sprechen. "Bevor ich einen fertigen Mediziner Taxi fahren lassen, hole ich ihn doch besser ins Spital und reduziere so diese hohen Wochenarbeitszeiten", so der Mandatar. Broukal bekräftigte seine Kritik an der EU-Kommission in diesem Zusammenhang, diese agiere "ziemlich ignorant". Lob gab es dagegen für Wissenschaftsminister Johannes Hahn, dieser sei gemeinsam mit der Regierung an einer Lösung mit der EU bemüht.

Gebühren erhöht und refundiert

Angesichts der über 8.000 Voranmeldungen zu einem Medizin-Studium in Österreich forderte der BZÖ-Wissenschaftssprecher Gernot Darmann einmal mehr die Einführung eines Uni-Schecks. Dieses Modell sieht eine drastische Erhöhung der Studiengebühren vor, österreichische Studenten sollten diese Gebühren dann über einen Scheck zu einem guten Teil refundiert bekommen. Diese Regelung würde einerseits den Zustrom von deutschen Studenten bremsen und würde den Unis mehr Geld bringen. (APA)

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