Früherer Kosovo-Premier kehrt ins Haager UNO-Gefängnis zurück

2. März 2007, 12:50
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Haradinaj abgereist - Prozessbeginn wegen der Verbrechen im Westkosovo im Sommer 1998 am 5. März

Pristina/Belgrad - Der frühere kosovarische Ministerpräsident Ramush Haradinaj (39) ist am heutigen Montag nach Den Haag abgereist, um vor dem Beginn des gegen ihn auf 5. März anberaumten Prozesses ins Gefängnis des UNO-Kriegsverbrechertribunals zurückzukehren. Der einstige Befehlshaber der albanischen Befreiungsarmee des Kosovo (UCK) im Westen der Provinz wurde zusammen mit zwei einstigen Mitkämpfern der Verbrechen im Westkosovo im Sommer 1998 angeklagt.

Haradinaj wurde im März 2005 wegen Kriegsverbrechen angeklagt, woraufhin er sein Ministerpräsidentenamt niederlegte und sich dem UNO-Tribunal stellte. Er wurde bis zum Prozessbeginn auf freien Fuß gesetzt und durfte sich als einziger Haager Angeklagte politisch betätigen. (APA)

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