Doyen des Schweizer Kabaretts gestorben

6. März 2007, 13:26
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Cesar "Cés" Keiser stand für politische Bezüge ebenso wie für originelle Limericks

Zürich - Der "Grand Old Man" des politischen Kabaretts der Schweiz ist tot. Cesar Keiser starb am Sonntag im Alter von 81 Jahren, wie sein Sohn Lorenz Keiser am Montag mitteilte. "Cés" Keiser, mit bürgerlichem Vornamen Hanspeter, wurde am 4. April 1925 in Basel geboren. Er machte vorerst eine Ausbildung zum Fachlehrer in Zeichnen, Schreiben und Handarbeiten. 1947 gründete er mit Kollegen das Studentencabaret "Kikeriki". Ein paar Jahre später wechselte er als Autor ans Cabaret "Fédéral".

In dieser Formation wurde er in den 50er Jahren berühmt. Anfang der 60er Jahre startete er mit Margrit Läubli die legendären Opus- Programme. Berühmt wurden auch die "Limericks", witzige Mini-Gedichte in einem ganz speziellen Versmaß und mit überraschenden Pointen.

Bis zuletzt stand Cés Keiser zusammen mit seiner Bühnen- und Lebenspartnerin Margrit Läubli auf der Bühne. Die beiden gaben Kostproben aus ihrem "Großen César Keiser Cabarett Buch" zum besten, welches einen Überblick gibt über ihr Leben für die Bühne, für das politische Kabarett. Es wurden eigentlich Abschieds-Veranstaltungen. (APA/sda)

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