Wissen: 2.000 Arbeitnehmer beziehen bereits "Entfernungsbeihilfe"

19. März 2007, 14:19
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Bis zu 193 Euro Kostenersatz monatlich - Lehrlinge erhalten bis 250 Euro - 64 Euro Selbstbehalt

Wien - Im Streit um den Facharbeitermangel in Österreich hat Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am Wochenende angekündigt, die Mobilität österreichischer Arbeitskräfte mit einer Prämie zu erhöhen. Die von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) geplante Öffnung des Arbeitsmarktes für 800 Metall-Fachkräfte aus Osteuropa lehnt er hingegen ab.

Teilweiser Kostenersatz

Seit rund eineinhalb Jahren bietet das Arbeitsmarktservice (AMS) eine Mobilitätsprämie unter der offiziellen Bezeichnung Entfernungsbeihilfe an. Dabei kann das AMS einen teilweisen Kostenersatz für die finanzielle Mehrbelastung, die bei der Aufnahme einer Beschäftigung oder einer Lehrausbildung durch die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsort entsteht, gewährt werden. Konkret wird ein teilweiser Kostenersatz für regelmäßig wiederkehrende Fahrten und die Unterkunft am Arbeitsort gewährt.

Dabei erhalten Betroffene abzüglich eines Selbstbehaltes von 64 Euro monatlich maximal 193 Euro, Lehrlinge 250 Euro. Die Beihilfe kann für jeweils 26 Woche (Lehrlinge 52 Wochen), maximal jedoch für 2 Jahre gewährt werden.

An Beratung gebunden

Die Beihilfe ist an ein Beratungsgespräch bei der zuständigen AMS-Geschäftsstelle gebunden. Derzeit wird die Entfernungsbeihilfe an 2.000 Betroffene ausbezahlt, so das AMS zur APA.

Die Beihilfe können Arbeitslose, Arbeitsuchende und Lehrstellensuchende erhalten, die auf einen nähergelegenen zumutbaren Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz nicht vermittelt werden können und bereit sind, eine entferntere Arbeits- oder Ausbildungsstelle anzunehmen. (APA)

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