Schöne Freunde kann man sich kaufen

8. März 2007, 11:25
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Neue Social-Networking-Seite ermöglicht einen "erlauchten Freundeskreis" für 99 Cent

Popularität war lange Zeit schwer zu messen, doch dann kamen die Social-Networking-Seiten und jede/r AnwenderIn konnte zeigen wie viele FreundInnen und Bekannte man hat und daher wie populär man ist. Doch was ist mit den Menschen, die einfach keine Freunde haben oder wenn dann nicht solche, die sie gerne der Öffentlichkeit zeigen wollen?

99 Cent

Eine Möglichkeit wäre sich auf die Suche nach neuen FreundInnen zu begeben, eine andere will FakeYourSpace.com nun bieten - für 99 Cent im Monat kann man sich "gutaussehende Freunde kaufen". Die Geschäftsidee wurde von dem US-Amerikaner geboren, der sich bei seinen Besuchen auf Webseiten wie etwa MySpace.com immer fragte, warum manche AnwenderInnen so ausgesprochen hübsche FreundInnen hätten und andere wiederum überhaupt keine.

Gute Freunde?

Die "Miet-FreundInnen" laut Walker meist Modells verschönern mit ihrem Bild nicht nur den eigenen Webauftritt sondern schreiben auch noch ein paar nette Kommentare über ihren "guten Freund" ins Netz. Das Geschäft von FakeYourSpace lief bis zu den Zeitpunkt gut, als die Agentur der Modells auf die Verwendung der Fotos aufmerksam wurde und deren Gebrauch untersagte. Laut Kelly Thompson, iStockPhotos Vizepräsidentin für Marketing, würde das Lizenzabkommen des Unternehmens den Einsatz von Bildern ihrer Klienten auf Webseiten, die den Eindruck erweckten, doe Modells unterstützten das Produkt nicht gestattet sein.

Bis Ende der Woche

Nach der Beschwerde der Agentur laufe der Betrieb bei FakeYourSpace.com derzeit eingeschränkt, man werde aber bis Ende dieser Woche wieder in vollem Umfang seine Leistungen erbringen können, heißt es. Bis dahin sollen neue Modells beziehungsweise entsprechende neue Lizenzabkommen geschlossen worden sein.

Eine Frage der Legalität

Moralische Bedenken oder auch Sorge um die Legalität seines Angebots hat Walker nicht. Vielmehr sieht er sich als einen Helfer der Hässlichen. Seine Idee sei es gewesen "Cyberloser in Social-Networking-Magnete" zu verwandeln. Zu den Bildern der Modells würden die KundInnen oder Walker und seine MitarbeiterInnen die passenden Texte schreiben ud schon sei der geschellschaftliche Aufstieg im Netz garantiert. Laut der New York Times sei das Angebot ebenso wie einige neugegründete Nachzügler legal, wenn auch nicht ehrlich. Walker betont, dass auch seine zweite Firma, ein Unternehmen mit dem Namen BreakYourSpace.com, welches unerwünschte Einträge von ebenso missliebigen "Freunden" aus den User-Profilen der Webseiten entfernt, keinerlei rechtlichen Probleme habe und gut funktioniere.(red)

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