Bildungsevent für 80.000

1. März 2007, 17:28
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Die BeSt - Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung geht ins 22. Jahr - Auch die Integration von Menschen mit Behinderungen ist ein breites Thema

Neben musikalischen Größen wie Pearl Jam, Depeche Mode, Opernstar Anna Netrebko oder sportlichen Großveranstaltungen von der BA-CA Tennis Trophy bis hin zum "Fest der Pferde" beherbergt die Wiener Stadthalle auch regelmäßig im Frühjahr die Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung: die BeSt.

So auch wieder in der kommenden Woche, vom Donnerstag, 1., bis zum Sonntag, 4. März. Bei freiem Eintritt werden sich in diesen vier Tagen, jeweils von 9 bis 18 Uhr, etwa 330 Aussteller mit ihren Bildungsangeboten präsentieren, davon um die 70 aus dem Ausland.

Unter den Präsentatoren finden sich fast alle österreichischen Universitäten und Fachhochschulen sowie eine Vielzahl an Kollegs, Akademien und anderen Institutionen. Informationen über den direkten Berufseinstieg nach der Matura, zur aktuellen Situation am Arbeitsmarkt sowie über klassische und eher neuartige Lehrberufe geben unter anderem Vertreter des Arbeitsmarktservice AMS und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit. Aber natürlich wird auch eine Vielzahl an Unternehmen direkt vor Ort um Lehrlinge werben und tiefere Einblicke in die innerbetrieblichen Abläufe und den zu erwartenden Arbeitsalltag geben.

Ein spezielles Informationsangebot für Menschen mit Behinderung bieten all jene Messekojen, die mit der Marke "BeSt barrierefrei" gekennzeichnet sind. Mehr als 40 Aussteller haben sich zu diesem Zusatzservice bereit erklärt. Zudem bietet die BeSt einen einen "integrativen Schwerpunkt barrierefrei", innerhalb dessen das Bundessozialamt ausführlich über das Behindertengleichstellungsgesetz und Schlichtungsverfahren aufklärt.

Barrieren abbauen

"Berufsorientierung und Clearing" für Jugendliche mit körperlicher oder geistiger Behinderung, aber auch für Lernbehinderte, sozial-emotional Benachteiligte und deren Angehörige verspricht das Informationszentrum "faktor i". Am 1. März bietet die Messe darüber hinaus einen Schwerpunkt für Menschen mit einer Hörbehinderung, am 2. März für Sehbehinderte.

An allen Tagen gibt es eine Fülle von Workshops und Diskussionsveranstaltungen. Dabei geben langjährige Profis Auskunft über ihr Business. So klärt etwa am Sonntag ab 13.30 Uhr Wachtmeister Claudia Heilinger über die weibliche "Karriere beim Heer" auf. Aber auch künstlerische Ausbildungen wie das berufsbegleitende Schauspielstudium an der Wiener Schule des Theaters werden Interessierten näher vorgestellt.

Besuchern mit kleinen Kindern offeriert das Kinderbüro der Uni Wien ein kostenloses Betreuungsangebot, und es informiert gleichzeitig über die Möglichkeiten für das Studium mit Kindern. Großer Ansturm

An die 80.000 Neugierige fanden im Vorjahr den Weg zur BeSt, und ähnlich groß wird der Ansturm auch bei der diesjährigen 22. Auflage der Bildungsmesse sein, entnimmt man den Veranstalterprognosen. 2006 setzte sich das Publikum zu zwei Dritteln aus Frauen und einem Drittel aus Männern zusammen, wie eine Umfrage unter 1721 Personen ergab. Der Großteil war zwischen 16 und 19 Jahre alt und ging wohl der Frage "Matura - was dann?" nach.

Etwas über 18 Prozent waren zwischen 20 und 24 Jahre alt. Knapp acht Prozent machte die Altersgruppe 25 bis 39 Jahre aus, wobei hier wahrscheinlich schon Begleitpersonen der Orientierungsuchenden subsumiert wurden. 40 und älter waren fünfeinhalb Prozent. Der Anteil der unter 16-Jährigen machte wenig mehr, nämlich um die sechs Prozent aus.

Naturgemäß kommen die Besucher großteils aus Wien - im letzten Jahr 41,6 Prozent. Darauf folgte Niederösterreich mit einem Drittel der Besucher, jeder Zwanzigste kam aus dem Burgenland. Die Interessenten aus den restlichen Bundesländern machten etwas unter 20 Prozent aus. (Bernhard Madlener/DER STANDARD Printausgabe, 24./25. Februar 2007)

  • Rat und Tat für Unentschlossene: Bei der BeSt informieren Bildungsinstitutionen und Arbeitgeber.
    foto: best

    Rat und Tat für Unentschlossene: Bei der BeSt informieren Bildungsinstitutionen und Arbeitgeber.

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