Rekordstrafe für US-Sendergruppe wegen Mängeln bei Kinderprogramm

5. März 2007, 13:43
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Wegen der Ausstrahlung von Seifenopern im Kinderprogramm - 24 Millionen Dollar Strafe

Wegen der Ausstrahlung von Seifenopern im Kinderprogramm muss die spanischsprachige US-Sendergruppe Univision offenbar eine Rekordstrafe zahlen. Die US-Kommunikationsbehörde FCC habe sich mit Univision vorläufig auf ein Strafgeld in Höhe von 24 Millionen Dollar (18 Millionen Euro) geeinigt, berichtete am Samstag die "New York Times". Univision habe die Serie "Complices al Rescate" ("Komplizen zur Rettung") und andere Telenovelas zu Unrecht als Teil eines erzieherischen Kinderprogramms ausgegeben, sagte demnach FCC-Chef Kevin Martin.

Dagegen argumentierten die Anwälte von Univision, "Complices al Rescate" bringe Kindern viel über Freundschaft, Liebe und Güte bei. In der Serie geht es um die Abenteuer von elfjährigen eineiigen Zwillingsmädchen, die nach der Geburt getrennt wurden und sich dann wieder fanden.

Der Vergleich zwischen der Aufsichtsbehörde und Univision, den die FCC-Kommission noch billigen müsse, solle dem TV-Unternehmen einen Verkauf in Höhe von zwölf Milliarden Dollar an private Beteiligungskapitalfirmen erlauben, berichtete das Blatt weiter. Zugleich solle die Strafzahlung andere Fernsehsender dazu bringen, ihre Verpflichtungen zu erzieherischen und informativen Kindersendungen einzuhalten. (APA/AFP)

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