Zertifikate bleiben im Aufwind

20. März 2007, 10:38
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Volumen nahm im Jänner weiter zu

Wien - Das starke Interesse an Zertifikaten als Veranlagungsprodukt hielt auch im Jänner an. Das investierte Volumen ("Open Interest") bei den fünf führenden heimischen Zertifikate-Anbietern stieg im Vergleich zum Dezember 2006 um 4,2 Prozent oder 198 Mio. Euro auf 4,86 Mrd. Euro. Die Umsätze legten um 102 Prozent oder 311 Mio. auf 618 Mio. Euro zu, wie das Zertifikate Forum Austria erhoben hat. Anlageprodukte trugen mit 276 Mio. Euro (plus 109 Prozent) und Hebelprodukte mit 36 Mio. Euro (plus 68 Prozent) zum Wachstum bei, wobei das Wachstum der Hebelprodukte aus den gestiegenen Marktpreisen resultierte.

Erstmals in die Statistik einbezogen wurden die Zahlen des jüngsten Mitgliedes, der Bank Austria Creditanstalt. Die anderen Mitglieder sind die Emittenten ÖVAG, Raiffeisen Centrobank, Sal. Oppenheim und die Erste Bank. Der Marktanteil der fünf Emittenten wird auf 70 Prozent geschätzt. Das Gesamtmarktvolumen für Privatanleger wird vom Zertifikate Forum - inklusive Zinsprodukte - auf rund 10,5 Mrd. Euro geschätzt.

Nicht für AWD-Kunden Der Finanzdienstleister AWD bietet seinen Kunden Zertifikate derzeit jedoch nicht an. Als Grund nennt Ralf Brammer, Vorstand der AWD Holding AG, dass die Kostenstruktur bei Zertifikaten intransparent sei. Brammer: "Zertifikate sind eine Modewelle wie seinerzeit etwa die Dachfonds. Der deutsche Markt ist über Zertifikate noch nicht so aufgeklärt wie etwa der US-Markt." Wenn die Kostenstruktur bei Zertifikaten transparenter werde, sei man aber auch dieser Produktgattung gegenüber "aufgeschlossen", sagt Brammer. (bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26.2.2007)

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