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8. März 2007, 11:54
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Programm für mehr Energieeffizienz gefordert

Berlin/Wien/Linz - EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat an die Europäer appelliert, einen Kurswechsel in der Klima- und Energiepolitik zu vollziehen. "Wir haben lange genug geredet - jetzt müssen wir handeln", sagte Barroso der Zeitung Bild am Sonntag. Der EU-Gipfel am 8. und 9. März biete den Staats- und Regierungschefs die Gelegenheit, "entscheidende Maßnahmen in Bezug auf eine der großen globalen Herausforderungen unserer Zeit zu treffen." Damit könnten sie "Europa an die Spitze des Kampfes gegen die Klimaveränderung stellen."

Barroso verlangte von den Mitgliedstaaten "klare Entscheidungen über die Kernpunkte unserer künftigen Energiepolitik, denn 80 Prozent aller Treibhausgase kommen aus Energie." Konkret sprach er sich für eine stärkere Trennung von Energieerzeugung und Netzbetrieb aus. "Der Status quo ist keine Option." Außerdem fordert Barroso ein bindendes Ziel für den Ausbau erneuerbarer Energien."

In die Klimaziele eingespannt werden sollte auch die Landwirtschaft, forderte der deutsche Agrarstaatssekretär Peter Paziorek (CDU). Diese müssten für rund zehn Prozent aller Treibhausgase verantwortlich gemacht werden.

Der oberösterreichische Umweltlandesrat Rudi Anschober (G) forderte, dass die Bundesregierung die Klimastrategie unter Mitwirkung der Bundesländer und der NGOs grundlegend überarbeite und verschärfe. Ein Detailprogramm für eine Energiewende weg vom Öl und hin zur Energieeffizienz und den erneuerbaren Energieträgern müsse ein neues Ökostromgesetz nach dem Vorbild Deutschlands beinhalten. Ebenso forderte Anschober eine bundesweite Energieeffizienzkampagne samt Informationsoffensive für die Verbraucher, eine Novellierung von Kfz-Steuer und ein Gesamtverkehrskonzept. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26.2.2007)

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