Wais will nach Bawag auch bei Ost-Postbanken einsteigen

19. März 2007, 14:52
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Post-Generaldirektor im Interview: "Uns wurden schon einige Male Postbanken in Osteuropa angeboten"

Wien - Post-Generaldirektor Anton Wais kann sich vorstellen, nach dem Einstieg bei der BAWAG auch bei Postbanken in Osteuropa einzusteigen.

"Uns wurden schon einige Male Postbanken in Osteuropa angeboten", erklärte Wais in einem Interview in der Tageszeitung "Österreich" (Sonntagausgabe). "Bis jetzt haben wir abgelehnt. Das könnte sich aber jetzt ändern, wenn wir an der BAWAG P.S.K. beteiligt sind".

Damit könnte die Post neben dem Briefgeschäft auch viel stärker im Finanzbereich mitmischen.

Nach Cerberus größter BAWAG-Aktionär

Seit Mitte Dezember hat die österreichische Post vom amerikanischen BAWAG-Käufer Cerberus wie berichtet das Angebot, mit bis zu 10 Prozent bei der BAWAG einzusteigen. Für Postchef Wais ist das genaue Ausmaß der künftigen BAWAG-Beteiligung noch vom Businessplan von Cerberus für die Bank abhängig, und letztlich sei das ja "eine betriebswirtschaftliche Frage". Er bestätigt nur, dass die Post nach Cerberus sicher der größte BAWAG-Aktionär sein wird.

Dem Blatt zufolge soll die Post AG von Cerberus darüber hinaus auch eine Option für weitere BAWAG-Anteile erhalten.

Drei Monate war Wais nach einer schweren Krankheit außer Gefecht gesetzt. Vorige Woche ist er wieder an seinen Schreibtisch zurück gekehrt. Spekulationen, er könne womöglich seinen Vertrag als Generaldirektor nicht erfüllen, wies er in dem Interview entschieden zurück. Er sei "wieder ganz gesund." Er werde "mit Sicherheit" nicht vorzeitig ausscheiden. "Ich befürchte sogar, dass ich mich 2012 noch einmal für eine Verlängerung bewerben werde." (APA)

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