Südkorea: Antisemitische Comics erregen Zorn in den USA

2. März 2007, 09:28
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Jüdische Dominanz in US-Medien und -Wirtschaft suggeriert

Los Angeles - Antisemitische Inhalte in einem beliebten südkoreanischen Comic haben bei Koreanern in den USA Empörung ausgelöst. "Mir fehlen die Worte, meinen Zorn auszudrücken", erklärte Yohngsohk Choe von der Koreanisch-Amerikanischen Patriotischen Aktionsbewegung in Los Angeles. Die Gruppe traf am Freitagabend zu Beratungen mit einem Rabbiner im dortigen Simon-Wiesenthal-Zentrum zusammen. Geplant sind Besuche in Seoul, um die Entrüstung über die Karikaturen direkt bei den Verlegern zu bekunden.

"Sprachrohr jüdischer Interessen"

In den Comics wird zum Beispiel behauptet, dass sämtliche Medien in den USA ein Sprachrohr jüdischer Interessen seien. Auch im Wirtschaftsbereich wird eine Dominanz der Juden suggeriert. Das Buch mit den umstrittenen Karikaturen ist Teil einer Serie, mit der ein südkoreanischer Professor beansprucht, Jugendliche über das Leben in anderen Ländern zu informieren. Mehr als zehn Millionen Exemplare wurde bereits verkauft. Die Verlegerin Eun-Ju Park sagte inzwischen eine genaue Prüfung und etwaige Korrekturen zu. (APA/AP)

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