Klimaschutz: Barroso fordert Mitglieds-Staaten zu Kurswechsel auf

6. März 2007, 18:14
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Kommissionspräsident: "Wir haben lange genug geredet - jetzt müssen wir handeln"

Hamburg - EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die Europäer zu einem Kurswechsel in der Klima- und Energiepolitik aufgefordert. "Wir haben lange genug geredet - jetzt müssen wir handeln", sagte Barroso der "Bild am Sonntag". Der EU-Gipfel Anfang März biete den Staats- und Regierungschefs die Gelegenheit, "entscheidende Maßnahmen in Bezug auf eine der großen globalen Herausforderungen unserer Zeit zu treffen". Damit könnten sie "Europa an die Spitze des Kampfes gegen die Klimaveränderung stellen".

Barroso, der am Montag in Porto eine Grundsatzrede zur Klimapolitik halten will, verlangte von den Mitgliedstaaten "klare Entscheidungen über die Kernpunkte unserer künftigen Energiepolitik, denn 80 Prozent aller Treibhausgase kommen aus Energie". Konkret sprach er sich für eine stärkere Trennung von Energieerzeugung und Netzbetrieb aus. "Der Status quo ist keine Option", mahnte er.

"Wir können es uns nicht leisten, diese Ziele nicht zu erreichen"

Außerdem forderte Barroso ein bindendes Ziel für den Ausbau erneuerbarer Energien und verstärkte Anstrengungen, "um den kommerziellen Einsatz von Kohle sauberer zu machen". Der Präsident unterstrich das Ziel der Europäischen Kommission, den Ausstoß von Treibhausgasen in den entwickelten Ländern bis 2020 um 30 Prozent zu senken. "Die Bürger wollen, dass solche Ziele auch wirklich erreicht werden", sagte er. "Und wir können uns es nicht leisten, diese Ziele nicht zu erreichen." (APA/dpa)

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