Peinlich: Verteidigungsminister sieht "schwarz"

16. März 2007, 17:10
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Peretz inspizierte Truppen mit abgedecktem Feldstecher - Massiver Kritik wegen mangelnder militärischer Erfahrung

Jerusalem/Wien - Israelische Medien haben sich in der Vorwoche über Verteidigungsminister Amir Peretz lustig gemacht, indem sie peinliche Fotos von ihm veröffentlichten. Sie zeigten Peretz, wie er während des jüngsten Großmanövers am Mittwoch die Truppen inspiziert - mit Schutzkappen über den Linsen seines Feldstechers, berichtete die "Jerusalem Post" am Wochenende (Online-Ausgabe).

Zudem nickte Peretz zu den Erklärungen seines Generalstabschefs Gabi Ashkenazi und versicherte, er könne alles sehen. Die Zeitung "Maariv" betitelte die Fotos mit dem Wort: "Schwarzsehen". "Yedioth Ahronoth" zeigte sich gnädig, indem sie den Fotos von Peretz Bilder anderer Politiker gegenüberstellte, die ebenfalls durch abgedeckte Feldstecher blicken: US-Präsident George W. Bush und Israels Ex-Premier Ariel Sharon.

Kritik wegen Libanon-Krieg

Verteidigungsminister Peretz sieht sich seit dem Libanon-Krieg im Sommer vorigen Jahren massiver Kritik ausgesetzt, nicht zuletzt wegen seiner mangelnden militärischen Erfahrung. Im Gegensatz zu dem früheren Gewerkschaftsführer waren die meisten Chefs des israelischen Verteidigungsressorts ehemalige Generäle. (APA)

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    Israels Verteidigungsminister Peretz sieht schwarz.

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