Abfahrer-Protest gegen 30er-Regel

12. März 2007, 13:01
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Die besten Abfahrer richteten einen Appell an die FIS - "Bitten um fairere Chance"

Garmisch-Partenkirchen - Die weltbesten Abfahrer haben gegen die Startregel im alpinen Ski-Weltcup protestiert und den Internationalen Skiverband FIS zu einer Änderung aufgefordert. "Wir bitten um eine fairere Chance. Je besser man ist, umso härter wird man bestraft", sagte der Liechtensteiner Marco Büchel am Samstag bei der Mannschaftsführersitzung in Garmisch-Partenkirchen.

Die führenden Speedfahrer wenden sich gegen die Regel, dass bei Weltcups in Abfahrt und Super-G die ersten 30 in umgekehrter Reihenfolge der Weltrangliste starten. Das bedeutet, dass die Top-Fahrer mit höheren Startnummern oft schlechtere Pistenbedingungen haben, was in dieser Saison zu vielen Überraschungssiegen von Läufern mit niedrigen Startnummern führte.

Die Regel war eingeführt worden, um wie im Super G für mehr Spannung vor allem bei den TV-Zusehern zu sorgen. Alle Versuche, die Startnummernvergabe anders und auch günstig für die Sportler zu regeln, waren zuletzt stets abgeschmettert worden.

Büchel und andere Spitzenfahrer wie der norwegische Doppel-Weltmeister Aksel Lund Svindal, der führende im Abfahrts-Weltcup, Didier Cuche (SUI) und der österreichische Olympiasieger von 2002, Fritz Strobl, baten die FIS um Änderungen, "um unseren Sport wieder interessanter zu machen". FIS-Renndirektor Günter Hujara erklärte, aus seiner Sicht spräche nichts gegen eine Änderung. Eine Entscheidung über einen neuen Startmodus könnte die FIS im Mai bei ihrem Kongress in Portoroz (Slowenien) treffen. (APA/dpa)

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