Glos hält Ende der Staatsbeteiligungen für denkbar

7. März 2007, 15:47
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Deutscher Wirtschaftsminister: "Wenn sich alle Seiten zurückzögen, wäre das bestimmt kein Schaden"

Berlin - Der deutsche Wirtschaftsminister Michael Glos hält ein Ende der staatlichen Beteiligung an Airbus für denkbar. "Wenn sich alle Seiten zurückzögen, wäre das bestimmt kein Schaden", sagte er in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Aber das müsste dann im Gleichschritt passieren."

Es gebe allerdings ein "natürliches Interesse des Staates und der Politik" an dem Unternehmen, fügte Glos hinzu. "Schließlich sind viele Produkte des Unternehmens mit öffentlichen Mitteln angeschoben worden."

Gleichgewicht

Der deutsche Wirtschaftsminister sprach sich für eine Zusammenarbeit auf gleicher Augenhöhe zwischen Deutschland und Frankreich bei Airbus aus. "Es gibt keinerlei Grund für eine vorauseilende Bescheidenheit", sagte der CSU-Politiker. "Das deutsch-französische Gleichgewicht hat sich über Jahrzehnte bewährt."

Am Freitag hatten sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Jacques Chirac bei ihrem Spitzentreffen im brandenburgischen Meseberg auf einen fairen Lastenausgleich bei der bevorstehenden Airbus-Sanierung verständigt. Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck sagte dazu bei einer Parteiveranstaltung in Berlin, er freue sich, dass offensichtlich die Kraft zu einer konkreten Vereinbarung bestanden habe. "Ich hoffe, dass das so ist. Sonst ist das ein bisschen wenig", fügte er hinzu. (APA/AP)

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