Citigroup verhandelt über Milliardengeschäft in Japan

13. März 2007, 12:55
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Berichte über Aufstockung des Anteils der US-Bank an Nikko Cordial auf ein Drittel

Tokio - Der weltgrößte Finanzkonzern Citigroup verhandelt laut Finanzkreisen über einen milliardenschweren Ausbau seiner Beteiligung an dem skandalumwobenen japanischen Handelshaus Nikko Cordial. Die US-Bank wolle ihren Anteil auf ein Drittel aufstocken, hieß es am Samstag aus Kreisen. Zum gegenwärtigen Kurs hätte das Geschäft ein Volumen von knapp drei Milliarden Dollar (2,28 Mrd. Euro). Die beiden Unternehmen lehnten eine Stellungnahme zu ähnlichen Medienberichten ab.

Citigroup hält derzeit bereits etwa fünf Prozent an Nikko. Beide Unternehmen kontrollieren zudem gemeinsam die drittgrößte Investmentbank Japans, Nikko Citigroup. Der US-Konzern hatte im Jänner Spekulationen über eine Übernahme angeheizt, als er ankündigte, eine Holding-Gesellschaft in Japan zu gründen. Mit diesem Schritt sollten Käufe erleichtert werden.

Nikko war im Dezember in Schwierigkeiten geraten, als der Broker zugegeben hatte, Dokumente gefälscht und etwa 150 Millionen Dollar unerlaubt als Gewinn bei einer Sparte verbucht zu haben. Die Aktien stürzten daraufhin ab; die Tokioter Börse will bis Mitte März entscheiden, ob die Notierung der Papiere eingestellt werden soll. (APA/Reuters)

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