Berger erwartet fairen Prozess

26. März 2007, 14:48
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Justizministerin: Gerichte von Vorverurteilungen unbeeindruckt

Wien - Justizministerin Maria Berger geht davon aus, dass nach der Herzoperation bei Ex-BAWAG-Chef Helmut Elsner der Prozess in absehbarer Zeit beginnen kann. Sie erwartet einen fairen Prozess, betonte die Ministerin am Samstag in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast".

Die Causa - vor allem das Privatleben Elsners - errege "natürlich" in den Medien große Aufmerksamkeit, so Berger. "Das hat mit den Fakten, die vor Gericht eine Rolle spielen, nichts zu tun." Schon bisher habe sich gezeigt, dass Österreichs Gerichte mit Fällen, wo es zu Vorverurteilungen in der Öffentlichkeit gekommen war, professionell umgehen können und diese gerecht abhandeln.

Die Ministerin berichtete in dem Radio-Interview weiters, dass sie sich in den laufenden Budgetverhandlungen um mehr Personal im Justizbereich bemühe. Die Verhandlungen seien noch nicht zur Gänze abgeschlossen. Sie hoffe jedenfalls, dass es zumindest "zu kleinen Verbesserungen, also mehr Posten" kommen werde. Gleichzeitig will sie im eigenen Bereich stärker rationalisieren und vorhandenes Potenzial noch effizienter einsetzen.

Mehrheit glaubt an fairen Prozess

Trotz der breiten öffentlichen Berichterstattung erwarten 56 Prozent der Österreicher, dass dem ehemaligen BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner ein fairer Prozess gemacht wird. Das ergab eine OGM-Umfrage im Auftrag des Nachrichtenmagazins "profil". Nur 19 Prozent der Befragten gaben an, dass die Gerichtsverhandlungen eher unfair gegenüber Elsner verlaufen werden. 25 Prozent der Befragten haben zum Thema keine Meinung. (APA)

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