Teheran: Massenvernichtungswaffen "unmenschlich, unmoralisch und illegal"

2. März 2007, 12:32
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Im Sicherheitsrat Vorwürfe des Atombombenbaus zurückgewiesen: "Haltlose Beschuldigungen" der USA

New York - Der Iran hat im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen den Vorwurf zurückgewiesen, an der Entwicklung einer Atombombe zu arbeiten. Dies seien "haltlose Beschuldigungen" der USA, Großbritanniens und Israels, sagte der stellvertretende iranische UN-Botschafter Mehdi Danesh Jasdi am Freitag in New York. Seine Regierung habe die Entwicklung und den Einsatz von Massenvernichtungswaffen immer als "unmenschlich, unmoralisch und illegal" betrachtet.

Gleichzeitig beharrte der iranische Diplomat auf dem "unveräußerlichen Recht" seines Landes auf die Entwicklung der Nukleartechnik zu friedlichen Zwecken. Daher werde sich der Iran dem Druck nicht beugen, sein Atomprogramm einzustellen.

Resolution

In der Sitzung des Sicherheitsrates ging es um eine 2004 verabschiedete Resolution, die verhindern soll, dass atomare, biologische oder chemische Waffen in die Hände von Terroristen gelangen. Der Redebeitrag des iranischen Diplomaten wurde in letzter Minute in die Tagesordnung aufgenommen. Am Mittwoch lief die Frist ab, die der Sicherheitsrat dem Iran zur Einstellung der Urananreicherung gestellt hat. Jetzt wollen die fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrats und Deutschland am Montag in London über eine neue Resolution im Atomstreit mit dem Iran beraten.

Bei einem Besuch in Australien ließ US-Vizepräsident Dick Cheney die Möglichkeit einer amerikanischen Militäraktion gegen den Iran bewusst offen. "Alle Optionen sind noch auf dem Tisch", sagte Cheney am Samstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem australischen Ministerpräsidenten John Howard. "Es wäre ein schwerer Fehler, wenn ein Staat wie der Iran eine Atommacht würde", sagte Cheney. Die US-Regierung ziehe vor, dies mit friedlichen Mitteln zu verhindern. Wie jetzt gegen den Iran vorgegangen werden solle, werde noch diskutiert, sagte Cheney. (APA/AP)

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    Stellvertretender iranischer UN-Botschafter Mehdi Danesh Jasdi: Massenvernichtungswaffen sind unmenschlich

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