Japan schickte vierten Spionagesatelliten ins All

2. März 2007, 15:03
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Möglichkeiten für Beobachtung von Rüstungsaktivitäten in Nordkorea ausgeweitet

Tokio - Japan hat am Samstag einen vierten Spionagesatelliten ins All gebracht und damit seine Möglichkeiten für die Beobachtung von Rüstungsaktivitäten in Nordkorea ausgeweitet. Japan sei nun in der Lage, jeden Punkt der Erde einmal pro Tag zu überwachen, sagten Regierungsvertreter. Der Satellit wurde von einer Rakete des Typs H-2A in den Weltraum befördert, der Start verlief nach Angaben der Raumfahrtbehörde erfolgreich. Er war wegen schlechten Wetters drei Mal verschoben worden.

Auslöser für den Beginn des Satellitenprogramms war 1998 der Start einer nordkoreanischen Rakete, die über Japan geflogen war. Die ersten beide Spionagesatelliten schickte die Regierung in Tokio im März 2003 ins All. Bis 2006 waren eigentlich insgesamt acht Satelliten geplant. Das Projekt erlitt im November 2003 jedoch einen Rückschlag, als eine Trägerrakete nach dem Start explodierte. (APA/AP)

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