UCI untersagt Teilnahme an Paris-Nizza

6. März 2007, 14:45
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ProTour-Teams sollen am traditionellen Frühjahrsrennen nicht teilnehmen - Streit zwischen Weltverband und Veranstaltern spitzt sich zu

Aigle/Wien - Der Radsport-Weltverband UCI hat allen ProTour-Mannschaften am Freitag offiziell die Teilnahme an Paris - Nizza untersagt. Das traditionsreiche Frühjahrsrennen , das am 11. März beginnen soll, wird vom Tour-de-France-Veranstalter ASO organisiert, mit dem die UCI als einem von mehreren Veranstaltern im Clinch seit Jahren liegt.

ASO hatte den Klassiker als nationales Rennen deklariert, damit nicht alle ProTour-Mannschaften automatisch teilnehmen dürfen. Bereits seit der Einführung der ProTour befinden sich die Veranstalter der drei großen Landesrundfahrten in Opposition zur UCI, weil sie sich nicht in die neue Rennserie eingliedern und damit Kompetenzen abgeben wollen.

Kleine Rennen zahlen drauf

"Diese Eskalation war klar", meinte ÖRV-Generalsekretär Rudolf Massak. Als einer von sechs nationalen Verbänden hat der Österreichische Radsport-Verband bereits Ende November den Veranstalter seine Unterstützung im Kampf gegen die Zwangsmitgliedschaft zugesichert. "So wie die UCI derzeit vorgeht, geht der Radsport mittelfristig zu Grunde", erklärte Massak. Für kleinere Rennen würde es durch den dichten Terminplan der ProTour immer schwerer, interessante Fahrer an Land zu ziehen. "Dadurch sterben immer mehr kleine Veranstaltungen weg."

Entzunden hatte sich der schwelende Konflikt durch die Nicht-Einladung der ProTour-Mannschaft Unibet.com zu Paris - Nizza und zum Tirreno-Adriatico. Vorerst war unklar, welche ProTour-Teams sich unter dem Druck ihrer Sponsoren an das Startverbot für die ersten größeren Rennen des Jahres halten würden. (APA/Si/AFP)

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