Land und Sexismus

6. März 2007, 13:58
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"Mörderische Idylle", ein Krimi von Leif GW Persson mit den besten Chancen, in die Jahresbestenliste aufgenommen zu werden

Eins ist klar: Leif GW Persson hat mit seinem Krimi Mörderische Idylle (Deutsch: Gabriele Haefs, € 20,60, BTB) alle Chancen in die Jahresbestenliste 2007 aufgenommen zu werden. Ein Sexualmord an einer jungen Frau, die Polizeianwärterin war, - da muss die Zentrale in Stockholm den ermittelnden Landeiern zu Hilfe eilen und schickt eine Truppe von Kollegen nach Växyjö. Persson greift zu einer List: Er bietet dem Leser als unmögliche Identifikationsfigur den Ermittler Bäckström an, einen widerlichen, saufenden Sexisten.

Der Täter wird gefunden, aber damit ist der Roman noch nicht zu Ende. Denn nun geht es um ein psychologisches Duell zwischen dem Mörder und den Polizistinnen. Der Text ist von einem unverdrossenen Pessimismus, was die Natur des (männlichen) Menschen angeht, spannend und manchmal schwer zu verdauen. (is/Album, DER STANDARD, Printausgabe, 24./25.2.2007)

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