Viele Babys im Zoo Schönbrunn

16. April 2007, 17:41
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Zahlreiche Tiere bekamen im Vorjahr Nachwuchs - 19 Pinguine geschlüpft

Wien - Ein Tiger-Zwillingspärchen, 19 Pinguine, vier Kängurus und zwölf Jungtiere der vom Aussterben bedrohten Vogelart Waldrapp haben im vergangen Jahr im Wiener Tiergarten Schönbrunn das Licht der Welt erblickt. Besonders stolz sind Pfleger und Zoologen auf den Nachwuchs des philippinischen Prinz Alfred-Hirschen. Von der nach einem Herzog benannten Tierart leben weltweit nur mehr 100 bis 200 Exemplare, sagte Zoologe Herwig Pucher am Freitag zur APA. Es handle sich um eine der bedrohtesten Arten, die in Schönbrunn gezüchtet werden.

Seit 2003 haben die drei Hirsche des Tiergartens zum ersten Mal Nachwuchs bekommen, berichtete Pucher. Das weibliche Jungtier namens Arielle mache derzeit seine ersten Ausflüge vor den Augen der Besucher. Auch seltene Haustierrassen von Schafen, Ziegen und Hühnern bis hin zu Pferden und Rindern wurden in Schönbrunn im Vorjahr erfolgreich gezüchtet.

Insgesamt gab es im vergangen Jahr bei 29 Säugetieren und 28 Vogelarten Nachwuchs. 18 dieser Rassen sind Teil internationaler Erhaltungszuchtprogramme. Erstmals gelang 2006 die Züchtung von afrikanischen Hammerköpfen. Die Vögel kommen in freier Wildbahn in der afrikanischen Savanne vor, erklärter Pucher. Auch bei den karibischen Nashornleguanen gab es seit 20 Jahren erstmals wieder Nachwuchs. Die Weibchen der sehr sozialen Tiere sind nur eine Woche im Jahr empfängnisbereit, berichtete Zoologe Anton Weissenbacher. Für eine erfolgreiche Paarung muss auch das richtige Männchen gefunden, sowie das Klima Haitis - der Heimat der Reptilien - nachempfunden werden.

Hundsfisch

Heimische Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind, brachten 2006 ebenfalls Nachwuchs zur Welt. Darunter auch der Hundsfisch, Österreichs seltenste Fischrasse, die seinen Namen vermutlich der großen Brustflosse zu verdanken hat, berichtete Weissenbacher. Damit fächert das Tier sauerstoffreiches Wasser über seine Brut, sein Anblick erinnert dabei an einen schwimmenden Hund. Rund 500 Fische bedrohter Arten wurden 2006 in Schönbrunn nachgezüchtet. Darunter seltene Rassen aus dem mexikanischen Hochland und dem Mittelmeerraum.

Auch in diesem Jahr konnten sich die Pfleger bereits über den ersten Nachwuchs freuen: Wasserbüffel Ferdinand erblickte als erstes Säugetier am 27. Jänner das Licht der Welt. Gewartet wird derzeit gespannt auf das Schlüpfen der jungen Bartgeier, die Eier wurden bereits im Herbst gelegt. (APA)

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