"Einkommensschere klafft weit auseinander"

8. März 2007, 21:13
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Chancengleichheit wichtiges Thema der SPÖ Burgenland: Bis 2013 sollen mehr Jobs für Frauen bereit gestellt sein

Eisenstadt - Die Landtagssitzung am 8. März in Eisenstadt wird ganz dem Internationalen Frauentag gewidmet sein. Die SPÖ Burgenland beantragte eine Aktuelle Stunde zum Thema "Chancengleichheit für Frauen", erklärte Klubobmann Christian Illedits am Montag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt. "Die SPÖ ist die Frauenpartei im Burgenland. 238 der 1.387 SPÖ-Gemeinderäte sind Frauen", so Illedits.

Es gehe jedoch nicht nur um personelle Signale, sondern vor allem um Inhalte. Die SPÖ fordere deshalb Chancengleichheit am Arbeitsmarkt und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. "Die Einkommensschere zwischen Männer und Frauen klafft noch immer weit auseinander", so der Klubobmann. Laut einer EU-Studie verdienen Frauen 18 Prozent weniger, erklärte Landesrätin Verena Dunst (S).

Job-Offensive

Bis zum Jahr 2013 sollen im Burgenland jährlich 1.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Von den insgesamt 7.000 Jobs sollen 4.000 für Frauen entstehen, so Dunst. Aufgabe der Politik sei es, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuung und Mobilität zu schaffen.

Jede Maßnahme zur Stärkung der Frauenrechte sei begrüßenswert, die SPÖ dürfe aus der Aktuellen Stunde jedoch keine "Alibi-Veranstaltung" machen, so ÖVP-Frauensprecherin LAbg. Andrea Gottweis. Bisher habe sich die Frauenpolitik der SPÖ als parteipolitisch motiviert und "mit einer Portion Machtrausch erwiesen", so Gottweis in einer Aussendung. (APA)

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