Biodiesel-Boom vernichtet Regenwälder

4. März 2007, 17:48
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Greenpeace: In Südostasien müssen die Wälder Produktions­flächen für Palmöl weichen - Anbau in Europa empfohlen

Wien - Der verstärkte Einsatz biogener Kraftstoffe zur Reduktion des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes in Europa sorgt für eine Umweltkatastrophe in Südostasien. In rasender Geschwindigkeit müsste dort der Regenwald Produktionsflächen für Palmöl weichen, warnt eine Studie von Greenpeace. Damit wird nicht nur den Asiaten die Lebensgrundlage entzogen, den Kahlschlag bekommen auch die Europäer zu spüren - denn die Regenwälder stellen einen gewaltigen CO2-Speicher dar.

Greenpeace warnt, dass der Biodieselboom den verbliebenen Regenwäldern in Indonesien den Todesstoß geben könnte. Wobei die Umweltschützer betonten, sie seien für den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen. Es dürfe aber nicht sein, dass Europa sein Problem auf Kosten der Asiaten löse. Vielmehr müsse man auf eine Verbrauchsreduktion bei den Motoren achten. Komme das 3-Liter-Auto, dann könne gemeinsam mit der Nutzung der zunehmenden Brachflächen Europa einen Großteil des Bedarfs selbst decken, so Greenpeace Österreich. Derzeit stammt rund 80 Prozent des Bioanteils beim Diesel aus dem Ausland. (APA)

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