Chiquita krümmt sich in roten Zahlen

15. März 2007, 08:38
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Quartals-Verlust Folge schwächerer Bananenpreise und verstärkten Wettbewerbs

Cincinnati - Der weltgrößte Bananenproduzent Chiquita Brands International hat im Schlussquartal und im Gesamtjahr unter schwächeren europäischen Bananenpreisen und verstärktem europäischen Wettbewerb gelitten. Chiquita verwies auf die höheren EU-Einfuhrzölle. Das nordamerikanische Bananengeschäft lief gut und war auch preislich besser. Chiquita hat zudem eine zugekaufte große Frischgemüse- und Obstsparte.

Ermittlungen der US-Justiz

Es wirkten sich außerdem Rückstellungen für einen möglichen Vergleich im Zusammenhang mit Ermittlungen des US-Justizministeriums aus. Eine ehemalige kolumbianische Chiquita-Tocher soll Geld an mutmaßliche terroristische Gruppen gezahlt haben. Schließlich gab es bei der deutschen Tochterfirma Atlanta wegen des starken Wettbewerbs Gewinnrückschläge und Sonderbelastungen.

Chiquita hatte im Gesamtjahr 2006 rote Zahlen von 95,9 Mio. Dollar (73,2 Mio. Euro) geschrieben. Das war ein Verlust von 2,28 Dollar je Aktie. Der US-Konzern hatte 2005 einen Gewinn von 131,4 Mio. Dollar oder 2,92 Dollar je Aktie verbucht. Dies hat das in Cincinnati (US-Bundesstaat Ohio) ansässige Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitgeteilt. Der Jahresumsatz erhöhte sich auf 4,5 (Vorjahr: 3,9) Mrd. Dollar.

Das Unternehmen hatte im Schlussquartal einen Verlust von 41,9 (19,0) Mio. Dollar oder 99 (45) Cent je Aktie. Der Quartalsumsatz erhöhte sich auf 1,1 (1,0) Mrd. Dollar. (APA/dpa)

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