Wirbel um österreichisches Interspar-Fleisch in Tschechien

13. März 2007, 10:35
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Die Agrarkammer wirft der Handelskette laut Medienberichten vor, ab März in ihren tschechischen Filialen mehr Fleisch aus Österreich zu verkaufen

Linz - Wirbel herrscht in Tschechien um Fleisch von Interspar. Die Agrarkammer wirft der Handelskette laut Medienberichten vor, ab März in ihren tschechischen Filialen mehr Fleisch aus Österreich zu verkaufen. Deshalb soll sie sich schon an die Wettbewerbsbehörde gewandt haben. Spar Österreich kontert, dass 80 Prozent des bei Interspar Tschechien verkauften Rindfleisches von dortigen Bauern stamme und im Nachbarland lediglich zerlegt und verarbeitet werde.

Trotz intensiver Bemühungen habe man keine tschechische Firma gefunden, die die geforderten Kriterien hinsichtlich Qualität und Frische erfüllen könne, so das Unternehmen gegenüber dem "Neuen Volksblatt". Der Hauptlieferant sei wegen einer Pleite ausgefallen, aber die Agrarkammer habe "keinen einzigen Ausweg aus der schwierigen Lage" aufgezeigt, wird Martin Hruska, Spar-Chef in Prag, im "WirtschaftsBlatt" zitiert.

Interspar hat den Umsatz in Tschechien im vergangenen Jahr um 18 Prozent auf 402 Mio. Euro gesteigert. Die Eröffnung weiterer Standorte sei geplant. Eine Größenordnung könne man vorerst nicht nennen, erklärte Spar-Österreich-Pressesprecherin Nicole Berkmann auf Anfrage der APA. (APA)

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    Spar Österreich kontert, dass 80 Prozent des bei Interspar Tschechien verkauften Rindfleisches von dortigen Bauern stamme.

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