Schwedischer Reaktor nach Leck wieder am Netz

26. März 2007, 17:05
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Dritter Störfall binnen drei Monaten in Forsmark: Gefahr hätte laut Betreibergesellschaft zu keiner Zeit bestanden

Stockholm - Ein wegen eines Wasserlecks abgeschalteter Reaktor des größten schwedischen Atomkraftwerks in Ringhals ist am Donnerstag wieder ans Netz gegangen, wie die Betreibergesellschaft mitteilte. Der Reaktor, einer von insgesamt vieren des Kraftwerks, war in der vorigen Woche nach der Störung heruntergefahren worden. Bei dem Zwischenfall im Reaktor zwei habe keine Gefahr für die Beschäftigten bestanden, sagte ein Sprecher. Die schwedischen Nuklearkraftwerke, die die Hälfte des landesweit benötigten Stroms produzieren, sind in den vergangenen Monaten durch mehrere Pannen ins Gerede gekommen.

Dritter Störfall

Erst am Mittwoch vor einer Woche hatte die Atomaufsichtsbehörde entschieden, der Reaktor 1 in Forsmark dürfe nach einem Vorfall vorerst nicht wieder ans Netz gehen. Zunächst müssten umfangreiche Inspektionen die Unbedenklichkeit bestätigen. Forsmark 1 wurde Anfang Februar wegen eines Dichtungsschadens abgeschaltet, der Direktor des AKW trat daraufhin zurück. Es handelte sich um den bereits dritten Störfall in dem 100 Kilometer nördlich von Stockholm gelegenen Kraftwerk binnen drei Monaten. Das AKW Ringhals liegt rund 500 Kilometer südwestlich der Hauptstadt. (APA/AP)

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