Klare SPÖ-Absage für Rothneusiedl-Pläne

2. März 2007, 12:01
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Verkehrskollaps durch Stadion und Einkaufszentrum befürchtet: Projekt solle wieder in Schubladen der Wiener Stadtplaner verschwinden

St. Pölten - Die SPNÖ erteilt den Stadion- und Einkaufszentrumsplänen für das Stadtentwicklungsgebiet Rothneusiedl an der südlichen Wiener Landesgrenze eine klare Absage. Einerseits drohe die Lebensqualität in der umliegenden Region massiv beeinträchtigt zu werden, auch die "ohnehin angespannte Verkehrssituation könnte gänzlich 'aus dem Ruder laufen'", meinte LAbg. Gerhard Razborcan (S) in einer Aussendung am Donnerstag zu den Wiener Plänen.

Stadtumland-Management gefordert

Razborcan ortete einen "Verkehrsinfarkt", hervorgerufen durch "Kurzsichtigkeit und offensichtliche unkoordinierte Raumplanung." Er appellierte an die zuständigen Stellen der NÖ Landesregierung im Wirtschafts- und Verkehrsressort, "endlich tätig zu werden. Hier ist das Stadtumland-Management gefordert, massiv für die niederösterreichischen Interessen einzutreten, was ganz klar und deutlich heißt, gegen das Projekt aufzutreten." Auch die NÖ Wirtschaft müsste höchstes Interesse haben, "dass dieses Projekt wieder in den Schubladen der Wiener Stadtplaner verschwindet", so Razborcan.

Wiener-SP ortete "eigenartige Aussagen"

Als "eigenartige Aussagen" bezeichnete indes der Planungssprecher der Wiener SPÖ, Karlheinz Hora, die Statements Razborcans. "Bereits seit 1994 ist im Wiener Stadtentwicklungsplan das mit Niederösterreich abgestimmte Projekt Rothneusiedl enthalten. Grundsätzlich ist derzeit noch keine Detailplanung erfolgt", so Hora in einer Aussendung.

"Auch das Stadtumlandmanagement ist als Verbindungsglied in dieses Projekt von Wien und Niederösterreich eingebunden", sagte Hora. "Wünschenswert wäre auch, dass Niederösterreich mit der Gemeinde Vösendorf die Raumplanung intensiv koordiniert und auch eine entsprechende Einladung zu gemeinsamen Gesprächen nach Wien weitergibt", betonte der Planungssprecher der Wiener SPÖ. Er gab sich aber sicher, "dass auch zum Thema Rothneusiedl eine gemeinsame Linie gefunden wird". (APA)

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