"Street One" geht erneut an Finanzinvestor

22. März 2007, 15:25
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Gut zwei Jahre nach dem Kauf der deutschen Modefirma CBR reichen die Finanzinvestoren Apax und Cinven das Unternehmen an den schwedischen Konkurrenten EQT weiter

Frankfurt - Gut zwei Jahre nach dem Kauf der für die Marke "Street One" bekannten deutschen Modefirma CBR reichen die Finanzinvestoren Apax und Cinven das Unternehmen an den schwedischen Konkurrenten EQT weiter. EQT werde in neue Produkte und die regionale Expansion investieren, kündigte das Private-Equity-Haus am Donnerstag an. Konkrete Pläne wurden jedoch nicht genannt. Über den Kaufpreis vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen.

Der Modekonzern CBR, zu dem neben "Street One" die Marken "Cecil" und "One Touch" gehören, erwirtschaftete 2006 mit über 500 Mitarbeitern einen Umsatz von gut 600 Mio. Euro. Das Unternehmen aus Celle in Niedersachsen ist schwerpunktmäßig in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie den Benelux-Ländern tätig. "Das Umsatzwachstum in den vergangenen beiden Jahren lag im Schnitt bei elf Prozent. Noch deutlicher hat das Ergebnis zugelegt", sagte Managing Partner Christian Näther von Apax Reuters. Cinven-Partner Christian Dosch sagte, die Zahl der Mitarbeiter sei nach der Übernahme auf vergleichbarer Basis ebenfalls prozentual zweistellig gewachsen.

Einkauf im Dezember

Apax und Cinven hatten CBR im Dezember 2004 gekauft. In den vergangenen zwei Jahren wurden die Logistik ausgelagert und die Expansion vorangetrieben. So stieg etwa die Zahl der Shops in den Kernländern auf rund 850 von etwa 620. Zudem legten beide Finanzinvestoren den Grundstein für den Aufbau des Geschäfts in Skandinavien. 2005 führten Cinven und Apax eine so genannte Rekapitalisierung durch. Damit konnten die Private-Equity-Fonds kurz nach dem Kauf von CBR einen Teil des eingesetzten Kapitals aus dem Unternehmen abziehen.

Zur Rendite des Engagements wollten sich weder Näther noch Dosch konkret äußern. "CBR war ein sehr gutes Investment für alle beteiligten Seiten", sagte Näther. Im Private-Equity-Geschäft werden Übernahmen meist zum Großteil über Kredite finanziert, so dass sich eine hohe Rendite von 20 Prozent oder mehr auf das eingesetzte Eigenkapital erzielen lässt. Der Weiterverkauf von Firmen zwischen Finanzinvestoren ist umstritten. Kritiker zweifeln, dass es dem neuen Erwerber stets gelingt, weiteres Geschäftspotenzial zu heben. (APA/Reuters)

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