Eine Wurst wird 150

19. Juni 2007, 09:40
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Der Wirt Sepp Moser soll die Münchner Weißwurst erfunden haben - Die Rezeptur der bayrischen Spezialität unterliegt genauen Vorschriften

München - Die Münchner Weißwurst gilt weltweit als Inbegriff für bayerische Spezialitäten. Und darum gehört für Besucher der Stadt ein Weißwurstfrühstück mit süßem Senf, Brezn und Weißbier zum Standardprogramm. Vor 150 Jahren - genau am 22. Februar 1857 - soll der Wirt Sepp Moser in seiner Münchner Gaststätte "Zum Ewigen Licht" die Weißwurst erfunden haben.

Die Zusammensetzung der original Münchner Weißwurst ist weitgehend durch eine Bekanntmachung der Stadt München von 1972 vorgeschrieben. Danach besteht ihr Fleischanteil überwiegend aus Kalbfleisch. "Dem entsehnten Fleisch werden gekochte, ausgelöste Kalbskopfteile mit Haut, Bindegewebsteile von Kälbern sowie gekochte Schwarten von jungen Schweinen zugesetzt.

"Diese Zusätze (Häutelwerk) dürfen insgesamt nicht mehr als zehn Prozent betragen", heißt es in der verbindlichen Bekanntmachung. Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer, Zwiebeln, Zitronenschalen und Petersilie. Eine gut gemachte Weißwurst darf nicht zu labbrig, aber auch nicht zu fest sein. Sie darf nicht zu viele Fettstückchen enthalten und nicht zu grün sein, weil sie dann zu viel Petersilie enthält. (APA/dpa)

  • Weltweit ein Begriff: Die Münchner Weißwurst
    foto: der standard/matthias cremer

    Weltweit ein Begriff: Die Münchner Weißwurst

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