Allianz steigert Gewinn und erhöht Dividende

15. März 2007, 08:38
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Überschuss stieg um 60 Prozent auf 7 Milliarden Euro - Bis 2009 soll Betriebsgewinn im Schnitt um ein Zehntel pro Jahr zulegen

München - Die deutsche Allianz hat dank Zuwächsen in allen operativen Konzernsparten im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn erzielt. Den Aktionären will die Münchner Finanzgruppe daher eine nahezu verdoppelte Dividende von 3,80 Euro je Anteilsschein zahlen.

Der Überschuss sei 2006 um rund 60 Prozent auf gut sieben Mrd. Euro gestiegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 6,85 Mrd. Euro gerechnet. Im operativen Geschäft kletterte das Ergebnis um fast ein Drittel auf 10,4 Mrd. Euro. Der Konzernumsatz stagnierte allerdings bei 101 Mrd. Euro. Die Allianz profitierte von glänzenden Rahmenbedingungen für ihr Geschäft. Schadenbelastungen aus Naturkatastrophen blieben nahezu aus. Und an den Börsen, an denen Versicherer einen Großteil ihre Gelder anlegen, ging es nur bergauf.

Weitere Gewinnsteigerungen versprochen

Für die kommenden Jahre versprach der Vorstand weitere Ergebniszuwächse. Von 2007 bis 2009 soll der Betriebsgewinn im Schnitt um zehn Prozent pro Jahr zulegen.

Operativ verzeichnete die Allianz im vergangenen Jahr in allen Sparten deutliche Zuwächse. Im wichtigsten Segment, der Schaden/Unfallversicherung, erhöhte sich das Betriebsergebnis um 22 Prozent auf 6,26 Mrd. Euro. Das Bankgeschäft, das vor allem die Tochter Dresdner Bank umfasst, verdoppelte sein operatives Ergebnis. Die Kosten für den Abbau von knapp 2500 Arbeitsplätzen haben den Gewinn der Dresdner Bank allerdings erheblich gedrückt und im Schlussquartal sogar für tiefrote Zahlen gesorgt. Unter dem Strich stand für 2006 bei der Dresdner aber ein Nettogewinn von 895 Mio. Euro zu Buche nach einer Milliarde im Jahr zuvor.

Analysten wie Lucio di Geronimo von der Großbank HVB zeigten sich in ersten Reaktionen positiv überrascht vom Geschäftsverlauf im Gesamtkonzern: Der Ausblick sei unerwartet stark ausgefallen. Auch die Dividende werde sehr kräftig erhöht - trotz der geplanten Komplettübernahme der französischen Tochter AGF und weiterer Akquisitionen. "Das ist ein sehr, sehr starkes Signal", sagte der Analyst. (APA/Reuters)

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