Mindestens 43 Tote bei Kämpfen im Osten

3. März 2007, 18:08
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Stationierung einer Armee-Einheit als Auslöser genannt

Kinshasa - Bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und ruandesischen Milizen sind im Osten des Kongo nach UNO-Angaben mindestens 43 Menschen getötet worden. Auslöser sei die Stationierung einer Armee-Einheit gewesen, in die Kämpfer der früheren Bürgerkriegsparteien eingegliedert worden waren, sagte am Mittwoch der Sprecher der UNO-Friedenstruppen in der Provinz Nord-Kivu.

Bei Patrouillen nahe der Grenze zu Ruanda und Uganda seien Teile der Einheit auf Kämpfer der ruandesischen Rebellengruppe FDLR getroffen. Daraufhin seien rund 30 Kilometer nordöstlich der Stadt Rutshuru Kämpfe ausgebrochen, die zwei Tage lang angedauert hätten. Die Opferzahlen beruhten auf Angaben der kongolesischen Armee.

Die im vergangenen Jahr mit internationaler Unterstützung gewählte Regierung des Kongo hat versprochen, dem kriegsgebeutelten Land Frieden und Stabilität zu bringen. In dem Bürgerkrieg zwischen 1998 und 2003 starben mehr als vier Millionen Menschen. Trotz des Einsatzes von UNO-Friedenssoldaten terrorisieren kongolesische und ausländische Rebellengruppen immer noch den Osten des Landes. (APA/Reuters)

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