Verbund bestraft, AUA befördert

7. März 2007, 13:55
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Banken schätzen Aktien neu ein

Wien - Einen Tag nach Vorlage des vierten Rekordergebnisses in Folge haben die Researchabteilungen einiger Banken am Mittwoch neue Einschätzungen präsentiert. Diese sind durchwegs kritisch, was die Verbund-Aktie betrifft.

So haben die Analysten der Deutschen Bank ihr Anlagevotum für die Aktien von Österreichs größtem Stromerzeuger von "Halten" auf "Verkaufen" gesetzt. Das Kursziel lautet nun auf 30 (bisher: 38) Euro je Aktie. Die Gewinnschätzungen für 2007 belaufen sich auf 1.99 (2,34) Euro und für 2008 auf 2,14 (2,50) Euro.

Der Verbund hat 2006 das Konzernergebnis um 44 Prozent auf 501 Mio. Euro gesteigert, Analysten hatten mehrheitlich aber mit 551,5 Mio. Euro gerechnet. Daraufhin hat die Aktie am Dienstag 6,05 Prozent auf 34,34 Euro verloren. Bis Mittwochnachmittag gab das Verbundpapier um weitere 3,5 Prozent nach.

Die Analysten der Citigroup haben ihre Verbund-Anlageempfehlung von "Hold/Medium Risk" bestätigt, das Kursziel wurde auf 36 (37) Euro gesenkt. Die Gewinnprognosen für 2007 und 2008 wurden leicht nach unten korrigiert. Der erwartete Gewinn je Aktie für 2007 liegt bei 2,07 Euro (minus zehn Prozent), für 2008 bei 2,32 Euro (minus drei Prozent). GoldmanSachs hat die Anlageempfehlung "Neutral" bestätigt, ebenso das Kursziel von 35 Euro.

Besser ging es der AUA. Die Wertpapierexperten der Erste Bank haben das Kursziel für die Aktie von 8,0 auf 11,0 Euro angehoben. Das Anlagevotum "Hold" wurde bestätigt.

Eine leichte Revision nach unten hat Goldman Sachs bei Telekom Austria vorgenommen, und zwar von 24,92 auf 24,36 Euro. Die Empfehlung "Buy" blieb unverändert. (stro, APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.2.2007)

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