Werbevertrag geplatzt: Spice Girls müssen zahlen

21. Juli 2000, 00:57
Die Spice Girls müssen rund 400.000 Pfund (648.824 Euro/8,93 Mill. S) zahlen, weil ein Werbevertrag mit dem italienischen Motorroller-Hersteller Aprilia geplatzt ist. Die Mädchengruppe hatte mit dem Unternehmen einen Vertrag im Umfang von rund 500.000 Pfund (811.030 Euro/11,16 Mill. S) abgeschlossen, woraufhin dieser einen besonderen Motorroller mit dem Bild der fünf Spice-Girls herausbrachte. Tatsächlich jedoch gab es, kurz nachdem der Roller 1998 auf den Markt kam, nur noch vier "Spice Girls": Geri Halliwell ("Ginger Spice") hatte die Gruppe verlassen.

Ein Richter des höchsten Londoner Zivilgerichts (High Court) hatte bereits vor einigen Wochen eine Klage der millionenschweren Spice-Damen abgewiesen. Die Mädchen hatten erfolglos eine Restzahlung von Aprilia in Höhe von umgerechnet 700.000 Schilling (50.871 Euro) verlangt. Der Richter hatte entschieden, die Spice Girls hätten damals den Werbevertrag nicht abschließen dürfen, da sie bereits gewusst hätten, dass Geri Halliwell aus der Gruppe ausscheiden wollte.

In einem weiteren Urteil vom Donnerstag entschied der Richter nun zusätzlich, die Spice Girls müssten rund 45.000 Pfund (72.993 Euro/1,004 Mill. S) an Aprilia zurückzahlen. Außerdem müssen sie 60 Prozent der Anwalts- und Gerichtskosten des Unternehmens tragen - einschließlich der eigenen Kosten bedeute das rund 400.000 Pfund, die die Mädchen hinzublättern haben. (APA)

Share if you care.