Don Gil expandiert in Österreich

22. März 2007, 15:25
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Weitere Geschäftseröffnung für heuer geplant – Zukäufe im Accessoires-Bereich - Wachstumspotenzial für Bio-Eis

Mailand - "Noch heuer soll ein weiteres Don-Gil-Geschäft in Österreich eröffnet werden. Demnächst ist auch die Ausweitung der Don-Gil-Kette nach Osteuropa, vorerst in die Slowakei, geplant", meinte Giovanni Burani, Chef des Modeimperiums Mariella Burani, im Gespräch mit dem STANDARD. Im Rahmen der Mailänder Modeschauen erklärte der dynamische Manager seine Zukunftspläne. So sollen noch bis Jahresende zwei neue "europäische" Accessoires-Firmen erworben werden. Damit soll der Anteil des mit Accessoires getätigten Umsatzes am gesamten Burani-Geschäftsvolumen von 43 Prozent im Jahr 2006 auf 55 Prozent im laufenden Jahr erhöht werden.

Mariella Burani Fashion Group hat 2006 den Umsatz um 38 Prozent auf 668 Mio. Euro erhöht und den operativen Gewinn auf 92,6 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Für heuer wird ein Umsatzziel von 720 Mio. Euro angepeilt. 2009 soll dann die Milliardengrenze erreicht werden. Grund für den Erfolg des Unternehmens aus der mittelitalienischen Region Emilia Romagna sind die "Visionen" des Unternehmensgründers Walter Burani und seines Sohnes Giovanni. Seit der Börsennotierung des Konzerns hat die Familie 20 Unternehmen akquiriert und in den Konzern eingegliedert.

Als einer der ersten erkannte der Triathlon-Sportler, Iron Man und CEO des Konzerns, Giovanni Burani, die wachsende Bedeutung des Accessoires-Bereich. "Dieser wird zum DNA der Luxusmode avancieren."

Er hatte vor wenigen Jahren damit begonnen, das Brand-Building vom Prêt-à-porter-Bereich auf den Accessoires-Bereich zu übertragen. Im Vorjahr wurde die Burani-Modeaccessoires-Gruppe Antichi Pellettieri erfolgreich an die Börse gebracht. Zur Gruppe gehören renommierte Labels wie Coccinelle, Franceso Biasia, Baldinini. Heuer soll mit Lederwaren ein Umsatz von über 300 Mio. Euro erreicht werden. Nun expandiert Burani auch im Modeschmuckbereich, wo es noch ein enormes Wachstumspotenzial gebe. Er erwarb bereits zwei italienische Branchenunternehmen und ist auf der Suche nach neuen Akquisitionen.

Umweltfan Burani ist auch an gesunder Ernährung interessiert. Die börsennotierte Nahrungsmittelfirma Bioera hat kürzlich im Nahen Osten drei Schoko-Bars eröffnet und wird demnächst in der Schweiz den ersten biologischen Eisladen, "Gelosia", eröffnen. Auch in Österreich sei ein großes Wachstumspotenzial für Bio-Eis vorhanden, meinte Burani. Mit Schoko, Malzkaffee und Bionahrung will Burani heuer einen Umsatz von110 Mio. Euro, mit seiner börsennotierten Umweltfirma Green Vision 160 Mio. Euro erzielen. (Thesy Kness-Bastaroli, Mailand, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.2.2007)

  • Firmenchef Giovanni Burani hat nicht nur im Modebereich einiges vor: So soll der Umsatz im Accessoires-Bereich gesteigert werden. Mit Bio-Eis könnte er auch in Österreich noch Präsenz zeigen.
    foto: standard/burani

    Firmenchef Giovanni Burani hat nicht nur im Modebereich einiges vor: So soll der Umsatz im Accessoires-Bereich gesteigert werden. Mit Bio-Eis könnte er auch in Österreich noch Präsenz zeigen.

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