Befriedigende Noten für Regierung

20. Juli 2000, 22:16

Notendurchschnitt 2,8 - Ferrero-Waldner und Grasser Klassenbeste

Wien - Die Arbeit der Regierung wird von den ÖsterreicherInnen befriedigend bis gut eingestuft. Ihr Notendurchschnitt beträgt 2,8. Die SPÖ kommt auf eine Note von 3,1, und die Grünen kommen auf 3,5. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes market. Darin wird der ÖVP das größte Bemühen um Österreich attestiert (von 33 Prozent).

SPÖ und FPÖ erhielten bei dieser Frage mit je zwölf Prozent den zweiten Platz, die Grünen erreichten sieben Prozent. Die besten Noten erhielt Außenministerin Benita Ferrero-Waldner, die für 44 Prozent der Befragten eine "sehr gute Figur" macht.

Es folgt Finanzminister Karl-Heinz Grasser, der von 36 Prozent der Befragten geschätzt wird. Innenminister Ernst Strasser liegt bei der Benotung bereits an dritter Stelle. Erst dann kommt Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der laut market-Chef Werner Beutelmeyer "nicht dort ist, wo er als Kanzler hingehört". Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer liegt mit 19 Prozent knapp hinter Schüssel.

Wichtigste Aufgabe der Regierung ist laut Umfrage die Sicherung der Pensionen. Für 61 Prozent der Befragten ist dieses Thema "sehr wichtig." Für 56 Prozent sind Kriminalitätsbekämpfung und Wahrung der Neutralität "sehr wichtig". Weniger attraktiv sind für die Befragten die Entschädigung von NS-ZwangsarbeiterInnen und die Einführung des Berufsheers. Laut market halten nur 16 Prozent eine rasche ZwangsarbeiterInnen-Regelung für wichtig, und beim Berufsheer sind es nur 14 Prozent. (ok)

Telefonische Umfrage unter 500 ÖsterreicherInnen ab 18 Jahren am 17. und 18. Juli 2000. Die Schwankungsbreite beträgt +/- 4,48 Prozent.

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