Bund nimmt 23 Milliarden auf

12. März 2007, 09:26
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Schuldenstand Österreichs laut Rating-Agentur bei 149,5 Milliarden

Wien – Die Republik Österreich wird laut Schätzung der Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) 2007 brutto 23,6 Mrd. Euro Geld aufnehmen. Netto – also unter Berücksichtigung der Rückzahlungen – dürfte der Schuldenstand des Staates gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Mrd. Euro von 145,3 auf 149,5 Mrd. Euro anwachsen, so S&P in einer aktuellen Studie.

Die Neuaufnahme von brutto 23,6 Mrd. Euro entspricht einem Anteil von 2,7 Prozent an den gesamten europaweiten Bruttoneukreditaufnahmen von 876 Mrd. Euro. Damit liegt Österreich in der Untersuchung, bei der 42 Länder unter die Lupe genommen wurden, am zehnten Platz. Spitzenreiter ist Italien mit 200 Mrd. Euro, gefolgt von Deutschland mit 163,2 Mrd. Euro und Frankreich mit 116,5 Mrd. Euro.

Die Schätzungen von S & P beziehen sich nur auf Verbindlichkeiten, die die Zentralregierungen im eigenen Namen eingegangen sind. Andere öffentliche Einrichtungen oder Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt.

876 Mrd. Euro Neukredite bedeuten ein Zunahme gegenüber 2006 von 28 Mrd. Euro oder 3,3 Prozent. Dem stehen Rückzahlungen und Tilgungen von 678 Mrd. Euro gegenüber, um 46 Mrd. Euro mehr als 2006. Netto werden die 42 Länder somit heuer erstmals seit fünf Jahren weniger als 200 Mrd. Euro aufnehmen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.2.2007))

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