JetBlue tief in der Verlustzone

15. März 2007, 08:38
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1.200 gestrichene Flüge wegen schlechten Wetters kosteten US-Billig-Airline 30 Millionen Dollar

New York - Die Flugausfälle in Folge des Eissturms in New York vergangene Woche hinterlassen tiefe Spuren in der Bilanz des US-Billigfliegers JetBlue. Die Fluggesellschaft warnte am Mittwoch vor einem höher als bisher erwarteten Verlust im ersten Quartal. JetBlue musste wegen des schlechten Wetters etwa 1.200 Flüge streichen. Auch der Gewinn im Gesamtjahr werde geringer ausfallen als angenommen. Letztendlich würden die Flugausfälle JetBlue 30 Mio. Dollar (22,8 Mio. Euro) oder mehr kosten.

Im ersten Quartal rechnet JetBlue jetzt mit einer Marge in der Spanne von minus vier bis minus zwei Prozent. Im Gesamtjahr erwartet das Unternehmen eine Umsatzrendite von acht bis zehn Prozent. Die Aktie legte im frühen New Yorker Handel nach den erheblichen Vortages-Einbußen trotz der Verlustwarnung fast 3,5 Prozent zu auf 13,35 Dollar.

Aggressive Image-Kampagne

Das JetBlue-Management hat mit einer aggressiven Imagekampagne auf die Ereignisse der vergangenen Woche reagiert. Airline-Chef David Neeleman nutzte in den vergangenen Tagen aus Angst vor einem bleibenden Imageschaden zahlreiche Fernsehauftritte, um sich bei den von den Flugausfällen betroffenen JetBlue-Kunden zu entschuldigen. In den drei großen New Yorker Tageszeitungen schaltete das Unternehmen zudem am Mittwoch ganzseitige Anzeigen. Darin hieß es, man schäme sich für die Missgeschicke.

JetBlue hatte bereits zuvor Fehler bei der Bewältigung der Flugausfälle eingeräumt. Der Sturm hatte am 14. Februar den New Yorker Flugverkehr praktisch lahm gelegt - pünktlich zum Auftakt eines Feiertagswochenendes, an dem besonders viele Reisende unterwegs waren. JetBlue zog sich dabei den Zorn Tausender über die freien Tage festsitzender Kunden zu. (APA/Reuters)

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