USA: Tanken wurde billiger, Fliegen teurer

14. März 2007, 13:49
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US-Verbraucherpreise steigen unerwartet stark - 0,2 Prozent Jänner-Inflation im Monatsabstand

Washington - Die US-Verbraucherpreise sind im Jänner etwas stärker als erwartet gestiegen. Die Amerikaner mussten vor allem bei Arztbesuchen tiefer in die Tasche greifen. Insgesamt zogen die Preise zum Vormonat um 0,2 Prozent an nach einem Anstieg um 0,4 Prozent im Dezember, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet.

Energie verbilligte sich, doch die Gesundheitskosten legten um 0,8 Prozent zu - zuletzt war im August 1991 ein solcher Anstieg verzeichnet worden. Lebensmittel verteuerten sich mit 0,7 Prozent so sehr wie seit April 2005 nicht mehr. Für die so genannte Kernrate - ohne Energiekosten und andere schwankungsanfällige Bereiche - wurde ein Preisanstieg um 0,3 Prozent zum Vormonat ausgewiesen. Hier hatten die Analysten lediglich 0,2 Prozent erwartet.

Anstieg der Flugpreise

Die Flugpreise in den USA legten im Februar um 2,1 Prozent zu. Dagegen wird das Tanken in den USA wieder billiger. Danach kostet die Gallone Benzin (3,8 Liter) durchschnittlich nur noch 2,17 Dollar (1,65 Euro). Das ist der niedrigste Stand seit einem Jahr.

Das Konjunkturbarometer, das Hinweise auf die Entwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft in den kommenden Monaten gibt, kletterte um 0,1 Prozent auf 138,5 Zähler, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten mit einem etwas stärkeren Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Im Dezember war der Index nach revidierten Angaben um 0,6 Prozent gestiegen.

Berechnet wird der Index aus verschiedenen Indikatoren, darunter Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Baugenehmigungen, Aktienkurse, Verbrauchervertrauen und Industrieaufträge. (APA/Reuters)

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