Knaus Helicopter GmbH strebt weiterhin Zwangsausgleich an

20. März 2007, 12:53
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AKV und KSV: Unternehmen wird vorerst weitergeführt - Über 17 Mio. Euro Forderungen im Konkurs

Salzburg - Im Konkurs der Knaus Helicopter GmbH mit Sitz in St. Johann im Pongau hat heute, Donnerstag, am Landesgericht Salzburg die Prüfungstagsatzung stattgefunden. Dabei wurden von 163 Gläubigern Forderungen in Höhe von 17,048 Mio. Euro angemeldet, wovon fast 6,08 Mio. Euro anerkannt, während 10,97 Mio. Euro bestritten wurden. Der Zwangsausgleich wird weiterhin angestrebt, das Unternehmen unter der Aufsicht des Masseverwalters fortgeführt, teilten AKV und KSV in Aussendungen am Donnerstag mit.

Rund 7,3 Mio. Euro der bestrittenen Forderungen rühren aus dem Seilbahnunglück von Sölden her und sind großteils durch Versicherungen gedeckt und werden somit im Konkurs nicht zum tragen kommen, so KSV und AKV. Die restlich verbliebenen bestrittenen Forderungen teilen sich großteils auf Banken und Leasinggesellschaften auf, die aber nahezu voll besichert sind. Der Masseverwalter geht daher davon aus, dass bedingt durch nachträgliche Anmeldungen und diverse Forderungsanerkennungen die echt anzuerkennenden Forderungen sich von derzeit 6,08 Mio. Euro noch etwas erhöhen werden.

Eine Erwirtschaftung der 20-prozentigen Quote zum beabsichtigten Zwangsausgleich könne aus dem reinen Fortbetrieb des Unternehmens nicht sichergestellt werden, und somit ist man auf die Teilfinanzierung eines Investors angewiesen, stellten die beiden Kreditschutzverbände fest. Von Knaus werden zur Zeit intensive Gespräche mit zwei potenziellen Investoren geführt. Man erwartet die Ergebnisse dieser Verhandlungen innerhalb der nächsten Wochen. Ein entsprechender Zwangsausgleichsantrag soll bis spätestens 15. März 2007 vorliegen. (APA)

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