GPA startet Protestaktion

28. März 2007, 10:37
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Bisher wurden 5.000 Protestmails gegen die Entlassung des Spitzenkandidaten zum Betriebsrat gesammelt

Graz - Über 5.000 Protestmails sind seit vergangenen Freitag zur Unterstützung des Spitzenkandidaten für den Betriebsrat beim Textildiskonter KiK bei der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) eingegangen. Gefordert wird darin die Wiedereinstellung des entlassenen Kandidaten Andreas Fillei sowie die ordnungsgemäße Abwicklung der seit Herbst 2005 fälligen Betriebsratswahl, hieß es in einer Pressekonferenz der Gewerkschaft am Mittwoch in Graz.

"Wahnsinn"

GPA-DJP-Geschäftsführer der Steiermark, Norbert Schunko, sprach davon, dass die Protestmail-Aktion "ein Zeichen an die Geschäftsführung von KiK" sein und diese zum "Einlenken" bewegen soll. Er bezeichnete diverse Hausverbote für Gewerkschaftsmitglieder als "Wahnsinn". Er verstehe das Verhalten der KiK-Geschäftsführung nicht: "Wenn sie die Gesetze einhalten, braucht der Konzern ja keine Angst vor dem Betriebsrat zu haben," so Schunko.

Für den Donnerstag kündigte der GPA-DJP-Landesgeschäftsführer eine Aktion in Wien an, bei der u. a. die bereits eingesandten Protestmails zum Einsatz kommen sollen. Zur Konfrontation zwischen Gewerkschaft und dem deutschen Unternehmen war es gekommen, als nach Ausschreibung der Betriebsratswahl der Spitzenkandidat ohne Angabe von Gründen fristlos entlassen und mit einem Hausverbot belegt wurde. Die GPA wirft KiK vor, die Betriebsratswahl verhindern zu wollen. (APA)

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