Aareal schreibt wieder Gewinn

15. März 2007, 08:38
posten

Nach drei ahren 2006 wieder in den schwarzen Zahlen

Frankfurt - Der deutsche Immobilienfinanzierer Aareal Bank hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit drei Jahren wieder Gewinn geschrieben. Das lag aber fast ausschließlich an einer deutlich reduzierten Risikovorsorge für faule Kredite. Die eigentlichen Ertragsbringer Zinsen und Provisionen gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück. An der Börse kamen die Zahlen deshalb nicht gut an: Der Kurs der im Nebenwerteindex MDax notierten Aareal-Aktie ging um rund fast drei Prozent auf 37,35 Euro zurück.

"Wir haben unseren Konzernumbau beendet und sind früher als erwartet auf dem Wachstumspfad zurück", sagte Aareal-Vorstandsmitglied Christof Schörnig am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 107 Mio. Euro zu Buche nach einem Verlust von 55 Mio. Euro im Jahr 2005. Das Institut hatte sein Management umgebaut, Problemkredite veräußert und Prozesse an vielen Stellen im Unternehmen verändert. Zudem wurden inzwischen diverse Beteiligungen verkauft.

Wachstum

Der Zinsüberschuss als Hauptertragsquelle lag 2006 mit 389 Mio. Euro gut allerdings sieben Prozent unter dem Vorjahresniveau. Schörnig stellte hier langfristig wieder Wachstum in Aussicht. Der Provisionsüberschuss ging sogar um elf Prozent auf 145 Mio. Euro zurück. Im Handel schrieb die Bank dagegen erstmals wieder schwarze Zahlen. Als wichtigster Ergebnistreiber erwies sich die Risikovorsorge, die im Vergleich zu 2005 um gut zwei Drittel auf 89 Mio. Euro zurückging. Dank des Stellenabbaus hat Aareal auch die Kosten wieder im Griff: Die Verwaltungsaufwendungen sanken um fast zehn Prozent auf 356 Mio. Euro.

Analysten hatten sich nach dem abgeschlossenen Konzernumbau mehr erhofft. "Vor allem die Zahlen des vierten Quartals liefern nicht genügend Aufschluss über den Turn-Around der Bank", schrieben die Experten der WestLB in einem Marktkommentar. Insbesondere der Rückgang beim Zins- und Provisionsüberschuss sei enttäuschend, erklärte Konrad Becker von Merck Finck. (APA/Reuters)

Share if you care.