Lego nach langer Durststrecke mit Gewinn

7. März 2007, 14:23
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Positives Ergebnis vor allem Konsequenz einer neuen Geschäftsstrategie

Billund - Der dänische Spielzeug-Konzern Lego hat seinen Reingewinn im vergangenen Jahr mit 1,4 Mrd. Kronen (187 Mio. Euro) fast verdreifacht und ist nach einer langen Durststrecke erstmals wieder "äußerst zufrieden". Wie Konzernchef Jörgen Vig Knudstorp am Mittwoch bei der Bilanzvorstellung des Familienunternehmens in Billund sagte, sei das positive Ergebnis vor allem Konsequenz einer neuen Geschäftsstrategie. Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 7,8 Mrd. Kronen.

Lego hatte schon seit den neunziger Jahren mit rückläufigen Umsätzen und steigenden Verlusten zu kämpfen, weil Kinder in aller Welt immer mehr mit Computern und immer weniger mit Plastikbausteinen spielen. Nach dem Verkauf aller vier Lego-Familienparks, massiven Stellenstreichungen und der generellen Rückkehr zum klassischen Kerngeschäft hatte Lego im letzten Jahr auch die Produktion des eigenen Plastikspielzeugs weitgehend von der Konzernzentrale Billund im dänischen Jütland in osteuropäische Länder ausgelagert.

Für das laufende Jahr kündigte Knudstorp erneut einen "markanten Gewinnrückgang" mit Umsatzverlusten an. Als Hintergrund nannte er einen weltweit nicht wachsenden Markt für Spielwaren. Dabei seien besonders die USA und Deutschland als wichtigste Lego-Absatzmärkte "unter Druck". Im besonders wichtigen Weihnachtsgeschäft musste das dänische Unternehmen Lieferengpässe als Folge der Produktionsauslagerung einräumen. (APA/dpa)

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