Neue Schulen für die Stadt

16. Juli 2007, 11:24
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Da in den Außenbezirken AHS aus allen Nähten platzen, werden in Donaustadt neue gebaut - mit Infografik

Wien - Die Woche der Schuleinschreibungen für die AHS-reifen Viertklässler ist gelaufen, und wie in den Jahren zuvor sind die Schulen in den Außenbezirken mit mehr Anmeldungen konfrontiert, als sie Schüler aufnehmen können. Der Stadtschulrat wird ab kommender Woche jenen Eltern Briefe mit alternativen Schulvorschlägen schicken, deren Kinder ihren Wunschplatz nicht bekommen haben.

Anfragen des Standard zu Anmeldezahlen an einigen Schulen im 22. Bezirk blieben unbeantwortet, denn der Stadtschulrat hat die Direktoren angewiesen, keine Informationen an Medien herauszugeben. Was so manchen Schulleiter verwundert, erklärt Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl so: "Es ist völlig unsinnig, die Eltern nervös zu machen." Die Zahlen der abgewiesenen Schüler von den einzelnen Schulen seien Rohdaten. Die zuständige Abteilung überlege, ob nicht zusätzliche Klassen und Plätze in den Wunsch-Schulen geschaffen werden könnten. Bis 5. März würden die Eltern informiert sein. Vergangenes Jahr gab es 193 Abweisungen.

Die Kapazitäten für den großen Schüleransturm in der Donaustadt fehlen, hält auch Norbert Scheed, Bezirksvorsteher des 22. Bezirkes, nüchtern fest. Am Mittwoch präsentierte er mit Brandsteidl die "Schuloffensive". Geplant sind eine neue AHS und Höhere Lehranstalten für Wirtschaftliche Berufe sowie Tourismus, die in drei Jahren am Contiweg beziehungsweise in der Bernoullistraße stehen sollen; weiters soll die bestehende BHAK Polgarstraße ausgebaut werden. Das Gymnasium Contiweg wird 38 Klassen umfassen. In direkter Nachbarschaft des Gymnasiums Bernoullistraße werden die HBLW und HBLT mit insgesamt 26 Klassen neu hinzukommen. Die AHS bekommt 2008 16 neue Klassen.

Die Höchstzahl von 25 Schülern pro Klasse wurde zwar angestrebt, kann in der Donaustadt aber nicht gehalten werden. Also werden bis zu 28 Schüler aufgenommen. "Mich macht jeder Schüler, der in Donaustadt bleiben kann, glücklich", sagt Scheed. Die Situation sei nicht optimal, räumt man im Stadtschulrat ein. Wenn ein Optimum da wäre, bräuchte man auch keine neuen Schulen.

Ihre "Offensive" dehnt Brandsteidl auch auf den zukünftigen Stadtteil Aspern aus: Die AHS Aspern wird 36 oder 38 Klassen haben. Das dürfte auch eine Antwort auf die Forderung von Grünen-Schulsprecherin Susanne Jerusalem sein, in die Stadtteilplanung nicht nur Pflichtschulen, sondern auch Gymnasien einzuplanen. (mil/DER STANDARD-Printausgabe, 22.2.2007))

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    grafik: der standard
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