Axel Springer 2006 erneut mit Rekordergebnis

5. März 2007, 13:41
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Dividende soll verdoppelt werden

Europas größtes Zeitungshaus Axel Springer hat im Geschäftsjahr 2006 das Rekordergebnis aus dem Vorjahr erneut deutlich übertroffen. Der Jahresüberschuss stieg vorläufigen Zahlen zufolge um knapp 26 Prozent auf 291 Mio. Euro, wie die Axel Springer AG am Mittwoch in Berlin mitteilte. Hier machte sich allerdings auch ein steuerlicher Sondereffekt positiv bemerkbar. Die genaue Höhe konnte eine Sprecherin auf Anfrage noch nicht beziffern. Der Überschuss wäre aber auch ohne diesen Effekt gestiegen, sagte sie.

Der Konzernumsatz fiel leicht auf 2,376 Mrd. Euro (2005: 2,392 Mrd. Euro). Bei dem Rückgang schlug der Wegfall von Erlösen durch die Ausgliederung der Tiefdruckaktivitäten in das Joint Venture Prinovis zu Buche. Die Vertriebs- und Anzeigenerlöse - das Kerngeschäft - stiegen auf 2,191 Mrd. Euro (2005: 2,165 Mrd. Euro).

Dividende soll verdoppelt werden

Den Aktionären stellte der Medienkonzern ("Bild", "Die Welt") eine mehr als doppelt so hohe Dividende als 2005 in Aussicht. Für das abgelaufene Geschäftsjahr sollen 3,50 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. Im Vorjahr hatte die Dividende bei 1,70 Euro gelegen. Die Sprecherin betonte, dass dennoch Geld für Zukäufe zur Verfügung stehe. "Wir sind nicht an die Obergrenze gegangen."

Springer war Anfang vergangenen Jahres mit der Übernahme des TV-Konzerns ProSiebenSat.1 am Veto des Bundeskartellamtes gescheitert und hatte daraufhin angekündigt, sich verstärkt im Ausland nach Zukaufsmöglichkeiten umsehen zu wollen. Unter anderem sicherte sich Springer 25 Prozent an der türkischen Sendergruppe Dogan TV.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) erhöhte sich den vorläufigen Zahlen zufolge von 338 Mio. Euro 2005 auf 374 Mio. Euro. Auch hier schlug ein Sonderertrag aus der Kirch-Insolvenz zu Buche, ohne den das Ergebnis 2006 nur bei 340 Mio. Euro gelegen hätte. (APA/dpa)

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