Blaha Büromöbel machte 2006 mehr Umsatz

22. März 2007, 15:25
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Werksausbau in Korneuburg abgeschlossen - Absage an Eigentümerwechsel und Abwanderung

Wien - Der niederösterreichische Büromöbelhersteller Blaha (Korneuburg) hat im Vorjahr beim Umsatz um 13 Prozent zugelegt. Insgesamt wurden 15,8 Mio. Euro erlöst, nach 13,98 Mio. im Jahr 2005. Diese Zahlen präsentierte Firmenchef Friedrich Blaha am Mittwoch im Vorfeld einer Pressekonferenz in Wien. Für 2007 prognostiziert Blaha ein "sattes Umsatzplus", 17 Mio. Euro Jahresumsatz werden gemäß den jüngsten Auftragseingängen erwartet.

Die Franz Blaha Sitz- und Büromöbel Industriegesellschaft m.b.H. begann im Frühjahr 2006 das Werk in Korneuburg auszubauen. 5,3 Mio. Euro seien dabei investiert, der Personalstand um 10 Prozent aufgestockt worden. Die Investition verbessere die Logistik und habe Kapazitätsengpässe beseitigt. Das Projekt sei "ambitioniert" gewesen, sagt Friedrich Blaha im Gespräch mit der APA vor der Präsentation der Zahlen am Mittwoch, "immerhin haben wir ein Drittel des Umsatzes eingesetzt".

Mitarbeiter halten

Als zur Gänze im Familienbesitz stehendes Unternehmen habe man in den vergangenen "schwierigen Jahren" seit 2001 eher auf Gewinnausschüttungen verzichtet und versucht, Mitarbeiter zu halten. "Jetzt geht die Konjunktur wieder los und wir müssen uns keine guten Leute mehr suchen." Blaha sieht auch keinen Anlass, die Eigentümerstruktur zu verändern. "Wir waren, im Gegensatz zu Mitbewerbern, auch in den vergangenen Jahren immer in den schwarzen Zahlen", sagt er. Genaue Gewinnzahlen nannte Blaha nicht.

Büromöbelmarkt

Der Büromöbelmarkt entsprach im Jahr 2006 laut dem Wiener Marktforschungsunternehmen Kreutzer, Fischer und Partner rund 257 Millionen Euro Umsatz und ist im Vorjahr um knapp sechs Prozent gewachsen. Marktleader ist die börsennotierte Bene AG. Blaha will in Wien, Niederösterreich und Burgenland die Nummer-Eins-Position erreichen: "Wir sind ein Local Player", so der Firmenchef. Derzeit matche man sich mit der Hali Büromöbel GmbH in der Ostregion um Platz zwei hinter Bene.

Dem "allgemeinen Trend des Outsourcens von Betriebsteilen in den Osten" erteilt Blaha eine Absage: "Hohe Startkosten, ungeahnte Transferkosten und unterschätzter Koordinationsaufwand sind erste Starthürden. Probleme bei der Bereitstellung von österreichischen Führungskräften für den Auslandseinsatz, sowie der sich bereits abzeichnende Fachkräftemangel und die rasant steigenden Ost-Stundenlöhne lassen in vielen Fällen ein Outsourcing-Projekt scheitern." (APA)

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