Großes Bietergedränge um serbische DDOR-Versicherung

5. März 2007, 12:36
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Interessenten müssen bis Ende März verbindliche Angebote für 80 Prozent der Anteile legen

Wien - Zahlreiche europäische Versicherungen buhlen um den zweitgrößten serbischen Versicherer DDOR Novi Sad, darunter auch die österreichische Wiener Städtische. Seit Dezember 2006 läuft ein Tenderverfahren zum Verkauf von 80 Prozent der Versicherung. Die Interessenten haben bis Ende März Zeit, verbindliche Anbote zu legen, berichtet die bosnische Nachrichtenagentur Onasa.

Unter den Interessenten befinden sich neben der Städtischen auch die italienische Generali, die französische AXA, die deutsche Allianz die belgische KBC Group die slowenische Triglav oder die deutsche VHV Group. "Niemand derer, die sich an dem Tenderverfahren beteiligt haben, ist bisher aus dem Rennen ausgeschieden", sagte DDOR-Chef Darko Botic zum Belgrader Sender "B92". Die Anbotsfrist wurde auf Grund der serbischen Wahlen bis Ende März verlängert.

Verlängerung

Diese Verlängerung werde die Anbotshöhen nicht beeinflussen, ist Botic überzeugt, "denn das Unternehmen hat 2006 gut gewirtschaftet und einige Änderungen vorgenommen, um den europäischen Standards zu entsprechen". Der angebotene Preis soll nicht nur den nominellen Wert von DDOR reflektieren, sondern auch dem Marktanteil des Unternehmens in Serbien und dem Entwicklungspotenzial der ganzen Region entsprechen, hofft Botic.

Im Vorjahr erzielte der serbische Versicherer zwischen 400 und 500 Mio. Euro an Prämieneinnahmen. Der Marktanteil am gesamten serbischen Versicherungsmarkt lag bei 31 Prozent. (APA)

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